Rund 150 Geschäftspartner aus Handwerk, Architektur und Fachplanung sowie 90 Beschäftigte der Strenger Gruppe sind im Louis-Bühler-Saal in Ludwigsburg zum traditionellen Partnertag zusammengekommen. Seit mehr als zwanzig Jahren nutzt das Familienunternehmen diese Plattform für den fachlichen Austausch. Vor dem Hintergrund anhaltend hoher Zinsen und gestiegener Baukosten stand in diesem Jahr vor allem die Frage im Fokus, wie Wohnungsbau durch veränderte Prozesse wirtschaftlich und verlässlich realisiert werden kann.
Dr. Daniel Hannemann, Vorsitzender der Geschäftsleitung, ordnete die aktuelle Lage im Neubausektor ein. Nachdem sich der Vertrieb im Jahr 2025 zwischenzeitlich spürbar belebt hatte, schwächte sich die Dynamik zuletzt wieder ab. Während Kaufzurückhaltung unter Eigennutzern zu beobachten ist, stellen Kapitalanleger derzeit den überwiegenden Teil der Käufer. Viele von ihnen nutzen steuerliche Erleichterungen wie die Doppelabschreibung bei besonders nachhaltigen Wohngebäuden, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind.
Industrielle Vorfertigung und beschleunigte Bauabläufe
Als Antwort auf den Kostendruck setzt das Unternehmen auf standardisierte Abläufe und frühzeitige Planungsphasen. Zusammen mit Dr. Lis Hannemann-Strenger und Julien Ahrens forciert Hannemann neue Wohnprodukte. Das Führungstrio betonte, dass die Branche eingespielte Paradigmen aufbrechen müsse. Erfolge dieser Methodik zeigen sich unter anderem beim Projekt Arkadien River Gate in Weil am Rhein, das durch Lean-Prozesse und präzise Abstimmung aktuell rund zwölf Wochen vor dem ursprünglichen Zeitplan liegt. Das Quartier Urban Alb in Pfullingen ist zudem bereits zu 95 Prozent veräußert, wobei Kosten und Termine exakt eingehalten werden.
In den kommenden Jahren beabsichtigt die Unternehmensgruppe, den seriellen Holzbau in einer Kooperation mit Gropyus zu intensivieren. Ergänzend wird das bestehende Baustolz-Reihenhauskonzept überarbeitet, um auch Eigennutzern wieder bezahlbare Eigentumsoptionen zu bieten. Neben dem Ausbau von 360-Grad-Services und kommunalen Vorhaben investiert Strenger weiter in Bauland — seit dem letzten Partnertag wurden Grundstücke für rund 300 neue Wohneinheiten gesichert.
Verleihung der Strenger-Awards an Fachpartner
Im Rahmen der Veranstaltung zeichnete das Unternehmen zudem handwerkliche und planerische Spitzenleistungen aus. Der technische Leiter Manuel Mayer und die Regionalleitungen übergaben die diesjährigen Strenger-Awards, bei deren Vergabe Termintreue, handwerkliche Qualität und die partnerschaftliche Zusammenarbeit ausschlaggebend waren.
- —Regionalpreis München: Haidinger Bodensysteme GmbH
- —Regionalpreis Stuttgart: Adam Estriche
- —Regionalpreis Frankfurt: Kastrati Garten- und Landschaftsbau GmbH & Co. KG
- —Regionalpreis Berlin: Sönmez Bau GmbH sowie das überregionale Ingenieurbüro Stalljann für Fachplanung
Dr. Lis Hannemann-Strenger hob hervor, dass ein hoher gestalterischer Anspruch fest zur Firmenidentität gehöre. Um funktionale und architektonisch ansprechende Quartiere wirtschaftlich umzusetzen, binde man die ausführenden Betriebe bereits lange vor dem eigentlichen Spatenstich in die bauliche Konzeption ein.














