Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, ein landeseigenes Berliner Unternehmen, nimmt in den kommenden Wochen die Vermietung für insgesamt 388 neu errichtete Wohneinheiten in Berlin auf. Diese Projekte befinden sich in den Bezirken Hellersdorf, Lichtenberg und Köpenick. Das Angebot umfasst Wohnungen mit einer bis fünf Zimmern, wobei annähernd die Hälfte der Einheiten öffentlich gefördert ist und somit Haushalten mit einem Wohnberechtigungsschein (WBS) zur Verfügung steht.
Neben der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum wird an allen drei Standorten Wert auf die Entwicklung des Quartiers gelegt. Es entstehen Spiel- und Bewegungsflächen, begrünte Freiräume und Angebote, die die Nachbarschaft einbinden sollen. Inga Stein-Barthelmes, Geschäftsführerin der HOWOGE, betonte, dass rund die Hälfte der neuen Wohnungen in Berlin durch landeseigene Wohnungsunternehmen realisiert werde, trotz anspruchsvoller Rahmenbedingungen. Sie unterstrich die Notwendigkeit jeder neuen Wohnung, insbesondere zur Versorgung von Haushalten mit geringen und mittleren Einkommen. Darüber hinaus wird mit jedem Neubauprojekt ein Mehrwert für das jeweilige Quartier angestrebt, etwa durch die Bereitstellung von Begegnungsflächen, Einrichtungen zur Nahversorgung und sozialer Infrastruktur.
Drei Standorte im Fokus der Vermietung
Den Auftakt bildet die Vermietung von 167 Wohnungen in der Schkeuditzer Straße in Hellersdorf, welche am 6. Oktober beginnt. Diese Wohnungen sind ebenfalls mit ein bis fünf Zimmern konzipiert, wobei 84 Einheiten gefördert sind. Alle Wohnungen sind schwellenfrei zugänglich und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse. Ergänzend entstehen rund 670 Quadratmeter Spiel- und Bewegungsflächen. Das siebengeschossige Gebäude soll Mitte Oktober fertiggestellt werden, die Erstbezüge sind für November 2026 terminiert.
Im Anschluss, Ende Oktober, startet die Vermietung von 173 Wohnungen am Rosenfelder Ring 86/88 in Lichtenberg. Hierbei handelt es sich ebenfalls um Einheiten mit ein bis fünf Zimmern; 87 davon sind gefördert. Eine Besonderheit sind 23 Maisonettewohnungen, die in einem vorgelagerten zweigeschossigen Gebäudeteil untergebracht sind. Ein Quartiersplatz, ein begrünter Innenhof sowie weitere Spiel- und Bewegungsflächen dienen als Aufenthalts- und Begegnungsmöglichkeiten. Die Bauarbeiten in Lichtenberg werden voraussichtlich Ende Dezember abgeschlossen, die ersten Mietverträge sollen im Februar 2027 beginnen.
Ende November folgt die Vermietung von 48 Wohnungen in der Mahlower Straße in Köpenick. Diese Einheiten bieten ein bis vier Zimmer, wobei die Hälfte gefördert ist. Im Gartenbereich sind Spiel- und Bewegungsflächen sowie ein geschützter Nachbarschaftstreffpunkt vorgesehen. Im Erdgeschoss sind gewerbliche Nutzungen für eine Kindertagespflege, eine Arztpraxis und einen Servicestandort der HOWOGE geplant. Die ersten Wohnungen in Köpenick sollen nach Abschluss der Arbeiten im Februar 2027 bezogen werden.
Geförderter Wohnraum für diverse Einkommensgruppen
Rund die Hälfte der angebotenen Wohnungen ist öffentlich gefördert und richtet sich an Haushalte, die im Besitz eines Wohnberechtigungsscheins (WBS) sind. Die Berechtigung erstreckt sich auf verschiedene WBS-Stufen, von 100 bis 220, abhängig vom Haushaltseinkommen und der Haushaltsgröße. Dies ermöglicht der HOWOGE, geförderten Wohnraum nicht nur für Haushalte mit geringem, sondern auch für jene mit mittlerem Einkommen anzubieten. Ein Einpersonenhaushalt mit einem monatlichen Nettoeinkommen von bis zu 1.800 Euro kann beispielsweise einen WBS 180 erhalten. Für einen WBS 220 liegt der Richtwert für einen Einpersonenhaushalt bei bis zu 2.200 Euro. Ein Vierpersonenhaushalt mit zwei Kindern kann bei einem monatlichen Nettoeinkommen von etwa 5.000 Euro ebenfalls einen WBS 220 beanspruchen.














