Der ehemalige Bürgermeister von Miami Beach, Philip Levine, treibt Pläne für eine neue Gewerbeimmobilie in South Beach voran. Vorgesehen ist die Errichtung eines achtstöckigen Gebäudes an den Adressen 930 und 960 Alton Road, direkt an der 10th Street und gegenüber einer Whole-Foods-Filiale. Die veranschlagten Baukosten für das Vorhaben belaufen sich auf rund 36 Millionen Dollar.
Architektur und gemischte Nutzung an der Alton Road
Der Entwurf des renommierten Architekturbüros Arquitectonica sieht insgesamt 37.037 Quadratfuß Bürofläche der Kategorie Class A vor. Im Erdgeschoss sind etwa 760 Quadratfuß für den Einzelhandel reserviert, während vom ersten bis zum dritten Stockwerk 106 Stellplätze entstehen sollen. Auf der vierten und fünften Etage sind sogenannte Wohnbüro-Suiten geplant, die 1.623 Quadratfuß Bürofläche mit 1.000 Quadratfuß Wohnraum kombinieren.
Der Neubau soll ein 1990 errichtetes Bestandsbüro sowie ein angrenzendes Geschäftsgebäude an der Alton Road ersetzen. Das Miami Beach Planning Board befasst sich voraussichtlich am 8. Dezember mit dem Bauantrag. Die den Antragsteller vertretende Rechtsanwältin Tracy Slavens von der Kanzlei LSN Law reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme.
Hohe Nachfrage nach exklusiven Büroflächen
Das Interesse an hochwertigen Büroflächen in Miami Beach ist seit Beginn der Pandemie spürbar gewachsen, da zahlreiche wohlhabende Führungskräfte nach Arbeitsmöglichkeiten in der Nähe ihres Wohnorts suchen. In unmittelbarer Umgebung steht das fünfstöckige Vorhaben The Fifth von Sumaida + Khurana sowie Bizzi + Bilgili kurz vor der Fertigstellung. Zudem erwarb Pebb Capital unter der Leitung von Todd Rosenberg im Sommer ein nahegelegenes Boutique-Bürogebäude für mehr als 69 Millionen Dollar.
Levine stand der Verwaltung von Miami Beach von 2013 bis 2017 vor. Die Einreichung der Baupläne erfolgt wenige Monate, nachdem Berichte des Miami Herald über Vorwürfe im Umfeld des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein publik wurden. Epsteins frühere Assistentin Sarah Kellen hatte vor dem Kontrollausschuss des US-Repräsentantenhauses ausgesagt, Levine und andere Personen hätten sie missbraucht; strafrechtliche Vorwürfe gegen Levine wurden im Zuge dieser Aussage jedoch nicht erhoben. Zudem geriet Levine in die Kritik, als vom US-Justizministerium veröffentlichte E-Mails andeuteten, dass er auch nach 2008 in Kontakt mit Epstein gestanden hatte.














