Die FLUWOG-NORDMARK eG, die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen eG und die Allgemeine Deutsche Schiffszimmerer-Genossenschaft eG haben sich erfolgreich für die Entwicklung des Grundstücks 62 am Strandkai beworben. Ihr Vorhaben trägt den Namen „Der Bunte Hund“ und zielt darauf ab, genossenschaftliches Wohnen, soziale Diversität sowie eine lebendige Nachbarschaft zu vereinen. Das rund 5.200 Quadratmeter umfassende Areal befindet sich in direkter Nähe zum Grasbrookpark und stellt das finale Wohnungsbaugrundstück innerhalb der westlichen HafenCity dar. Bereits heute bewohnen etwa 11.000 Personen die HafenCity in verschiedenen Wohnformen.
Konzept und Nutzungsvielfalt
Das geplante Konzept sieht eine primär wohnwirtschaftliche Nutzung vor, die sowohl geförderte als auch freifinanzierte Mietwohnungen umfasst. Ergänzend sind publikumsorientierte Erdgeschossnutzungen vorgesehen, die eine Öffnung des Projekts zum umliegenden Quartier fördern sollen. Im Kern des Vorhabens steht ein differenziertes Wohnungsangebot, welches Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen anspricht. Hierzu zählen familiengerechte Wohnungen, bedarfsgerechte Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte sowie spezifische Angebote für Studierende und Auszubildende, inklusive inklusiver Wohnformen und gemeinschaftlicher Strukturen. Dies soll einen sozial heterogenen Ort schaffen, der verschiedene Bevölkerungsgruppen zusammenführt.
Über den Wohnbereich hinaus ist vorgesehen, dass „Der Bunte Hund“ Raum für Begegnungen bereitstellt. Geplant sind hierfür unter anderem eine Markthalle mit regionalen Produkten sowie Flächen für Bildungszwecke, gesellschaftliche Zusammenkünfte und soziales Engagement. In Zusammenarbeit mit Partnern aus den Sektoren Soziales, Gastronomie und regionaler Produktion soll ein lebendiger Ort entstehen, der sowohl den Bewohnern als auch der umliegenden Nachbarschaft zugänglich ist. Die Vorstände der drei beteiligten Genossenschaften äußerten sich erfreut über die Möglichkeit, dieses Grundstück genossenschaftlich zu entwickeln. Sie betonten die Überzeugung, dass Wohnen über die private Sphäre hinausgehe und strebten einen Ort an, der Heimat, Nachbarschaft und Gemeinschaftsgestaltung ermöglicht.
Die drei Genossenschaften bringen ihre umfassende Expertise in der Entwicklung und Bewirtschaftung von Wohnquartieren in Hamburg in das gemeinschaftliche Projekt ein. Ihr dezidiertes Ziel ist die Synthese aus bezahlbarem Wohnraum, sozialer Teilhabe und einer langfristig ausgerichteten Quartiersentwicklung. Die HafenCity Hamburg GmbH fördert solche Strukturen gezielt durch ihre Vergabepraxis für Grundstücke. Dr. Andreas Kleinau, Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH, unterstrich, dass das finale Wohnungsbaugrundstück in der westlichen HafenCity ein Konzept von besonderer Strahlkraft erhalte. Er hob hervor, dass „Der Bunte Hund“ alle essenziellen Elemente für einen funktionierenden Stadtteil integriere, namentlich Wohnraum und Begegnungsorte für vielfältige Personengruppen und Bedürfnisse.
Projektschritte und Zeitplan
Im Rahmen der nun erfolgten Anhandgabe erhalten die drei Genossenschaften die Exklusivität zur weiteren Entwicklung des Projekts, vorbehaltlich der Zustimmung der städtischen Kommission für Bodenordnung. In den kommenden etwa zwei Jahren wird das Konzept präzisiert. Zu den nächsten Schritten gehören ein hochbaulicher Wettbewerb sowie die detaillierte Qualifizierung des Vorhabens. Der Abschluss des Grundstückskaufvertrags ist nach aktuellem Planungsstand für das Jahr 2028 terminiert, ein Baubeginn kann im Anschluss erfolgen.













