Die CA Immo hat den Verkauf von fünf Bürogebäuden im Prager Areal Riverside Karlín erfolgreich abgeschlossen und damit ihren vollständigen Rückzug aus dem tschechischen Markt besiegelt. Die Transaktion erfolgte mit einem Gewinn gegenüber dem bilanziellen Buchwert. Neben den Liegenschaften übernimmt der Erwerber auch die gesamte tschechische Organisation des Immobilienunternehmens, wodurch das bisherige Team die Objekte weiterhin betreuen wird.
Das veräußerte Portfolio im Teilmarkt Karlín im Prager Bezirk 8 umfasst eine Bruttomietfläche von rund 85.000 Quadratmetern. Zu dem zusammenhängenden Campus zählen die fünf Objekte Nile House, Amazon Court, Danube House, Mississippi House sowie Missouri Park. Der Verkauf folgt auf eine schrittweise Reduktion der tschechischen Aktivitäten, nachdem im Vorjahr bereits die Büroimmobilien Visionary und Kavci Hory veräußert worden waren.
Strategische Neuausrichtung auf deutsche Kernmärkte
Nach Angaben von Keegan Viscius, CEO von CA Immo, erfolgte der Marktaustritt kurz vor dem Abschluss der umfassenden Sanierung des Danube House. Viscius erklärte, dass der Riverside-Campus als Gesamtenheit erhalten bleibe und das lokale Team die Bewirtschaftung unter der neuen Führung fortsetze. Der Verkauf diene der Schärfung des Portfolioprofils auf moderne Prime-Büroimmobilien sowie dem gezielten Ausbau von Skaleneffekten und kritischer Masse in Deutschland.
Die Transaktion steht im Einklang mit der langfristigen Investmentstrategie des Konzerns, die sich prioritär auf großflächige Class-A-Büroimmobilien in zentralen Lagen deutscher Großstädte konzentriert. Objekte, die hinsichtlich Lage, Gebäudealter, baulicher Qualität oder Entwicklungspotenzial nicht diesem Kern entsprechen, werden systematisch veräußert. Seit 2018 hat sich CA Immo bereits aus Rumänien, Serbien, Slowenien, der Slowakei, Bulgarien, Russland und Kroatien sowie aus allen Sekundärstädten in Österreich, Polen und Ungarn zurückgezogen.
Die freigesetzten Erlöse sollen für allgemeine Unternehmenszwecke, wertsteigernde Investitionen in das bestehende Prime-Portfolio, die Tilgung von Verbindlichkeiten sowie für Dividenden und Aktienrückkäufe genutzt werden. Zudem stehen die Mittel für externe Zukäufe bereit, sofern sich passende Marktgelegenheiten bieten. Bei der Transaktion war CBRE als exklusiver Immobilienberater tätig, während Dentons die rechtliche Beratung von CA Immo übernahm.














