Die Nexum Group AG hat ihren Börsengang an der Frankfurter Wertpapierbörse vollzogen. Die Aktien des auf Wohnimmobilien spezialisierten Projektentwicklers werden unter der WKN A41YGA sowie der ISIN DE000A41YGA6 im Regulierten Markt (General Standard) gehandelt. Perspektivisch strebt das Unternehmen ein Uplisting in den Prime Standard an. Der Börsenantritt erfolgte im Wege einer strategischen Neuausrichtung und Weiterentwicklung der vormals börsennotierten creditshelf AG im Rahmen eines Reverse IPO.
Im Vorfeld hatte die Nexum Group AG sämtliche ausstehende Rechnungslegungsunterlagen der Vorgängergesellschaft veröffentlicht und damit die Vorgaben des Regulierten Markts erfüllt. Nachdem die Frankfurter Wertpapierbörse zuvor einen Widerruf der Zulassung wegen fehlender historischer Berichte angekündigt hatte, erzielte das Unternehmen mit einem Widerspruch am 5. Oktober die Bestätigung der aufschiebenden Wirkung, wodurch die Notierung bestehen blieb. Zudem befreite die BaFin den Mehrheitsaktionär First Capital AG sowie Philipp von Erffa von der Pflicht zur Abgabe eines Übernahmeangebots.
Fokussierung auf Kernmärkte und Projektankauf in München
Das Geschäftsmodell der Gesellschaft zielt primär auf Wohnungsbauvorhaben in den deutschen Top-7-Städten ab. Nexum erwirbt Vorhaben, für die eine Baugenehmigung bereits vorliegt oder kurz bevorsteht. Mit dem Ankauf eines Wohnimmobilienprojekts in München verzeichnete das Unternehmen kürzlich seinen ersten operativen Erfolg. Datenbasierte Prozesse sollen die Analyse und Priorisierung unterstützen, um Opportunitäten zügig zu prüfen.
Nach Angaben von CEO Philipp von Erffa verbindet das Konzept Akquisition, Entwicklung, Vertrieb und Kapitalmarktzugang in einem Modell, um Wohnbauprojekte mit einem strukturell reduzierten Risikoprofil umzusetzen. Nexum arbeitet bei der Realisierung mit etablierten Generalunternehmern zusammen und setzt auf einen frühzeitigen Vermarktungsstart über eigene sowie partnerschaftliche Vertriebskanäle. Angestrebt werden Projektlaufzeiten von lediglich 15 bis 30 Monaten, was die Kapitalbindung entsprechend verringert.
Marktumfeld und mittelfristige Wachstumsziele
Nexum sieht im aktuellen Marktumfeld selektive Einstiegschancen. Die restriktive Kreditvergabe und Refinanzierungsengpässe bringen etablierte Marktteilnehmer unter Druck, wodurch weit entwickelte Projekte veräußert werden müssen. Ohne Altlasten aus einem historischen Bestandsportfolio könne das Unternehmen flexibel investieren. Die aktuelle Dealpipeline umfasst Projekte mit einem Gesamtentwicklungsvolumen von über einer Milliarde Euro, von denen sich mehrere Vorhaben unmittelbar vor der Umsetzung befinden.
- —Steigerung des jährlichen Entwicklungsvolumens auf über 350 Millionen Euro bis zum Jahr 2027
- —Mittelfristige Ausweitung des jährlichen Entwicklungsvolumens auf mehr als 500 Millionen Euro
- —Erreichen einer mittelfristigen EBITDA-Marge von über 20 Prozent durch zügige Kapitalrotation
Die anhaltend hohe Nachfrage nach Wohnraum in den deutschen Ballungsräumen bildet das Fundament für den weiteren Expansionskurs. Durch den direkten Kapitalmarktzugang und die Ausrichtung auf schnelle Projektumschläge beabsichtigt die Gesellschaft, ihre Marktposition stetig auszubauen.














