Die Dekarbonisierung von Immobilienportfolios stellt eine zentrale Herausforderung dar, bei der Photovoltaik eine signifikante Rolle spielt. Aroundtown, als Bestandteil seiner Nachhaltigkeitsstrategie, baut die Erzeugung erneuerbarer Energie im eigenen Portfolio aus, mit dem Ziel, den ökologischen Fußabdruck der Objekte zu reduzieren. Diese Initiative trägt zur Steigerung der Energieunabhängigkeit und zur Minderung von Emissionen bei, indem vorhandene Dachflächen für die Stromerzeugung genutzt werden.
Bislang wurden Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 15,8 Megawatt Peak (MWp) auf über 150 Dächern verteilt auf etwa 120 Objekte in Deutschland und den Niederlanden installiert. Dies demonstriert eine konsequente Umsetzung der Strategie zur Nutzung regenerativer Energiequellen. Der kontinuierliche Ausbau unterstreicht die Bedeutung dieser Maßnahme für die langfristige Werthaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit des Portfolios.
Fokus auf Mieter-Vermieter-Kooperation
Ein exemplarisches Projekt für diesen Ausbau umfasst ein Portfolio von 16 Objekten, die vollständig an ATU, einen der führenden Kfz-Serviceanbieter in Deutschland, vermietet sind. Die Konstellation als Einzelmieterobjekte ermöglichte eine intensive Abstimmung zwischen Aroundtown als Vermieter und ATU als Mieter über sämtliche Projektphasen hinweg. Dies führte zu einer effizienten Planung und Installation der Anlagen sowie zur direkten Nutzung des vor Ort erzeugten erneuerbaren Stroms durch den Mieter.
Die installierten Anlagen auf diesen 16 Standorten erreichen eine Leistung von mehr als 1,4 MWp. Es wird erwartet, dass sie jährlich rund 1,0 Gigawattstunden (GWh) erneuerbaren Strom erzeugen. Durch diese Maßnahme können bis zum Jahr 2026 etwa 284 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden werden. Limor Bermann, Chief Sustainability Officer von Aroundtown, führte aus, dass die Dekarbonisierung eines Bestandsportfolios wirksame und skalierbare Lösungen erfordert. Photovoltaik auf Dächern sei ein geeignetes Beispiel, da sie vorhandene Flächen nutzt, die lokale Stromerzeugung erhöht und über verschiedene Objekte hinweg umsetzbar ist. Der Ausbau an den 16 Standorten illustriert die Transformation einer erprobten Lösung durch enge Zusammenarbeit von Vermieter und Mieter zu einer Maßnahme auf Portfolioebene.
Markus Winkler, Branch Network Development bei ATU, bestätigte die Vorteile der Kooperation. Die Anlagen auf den Dächern würden Strom präzise zu dem Zeitpunkt liefern, wenn die Filialen ihn benötigen — tagsüber und direkt vor Ort. Dies reduziere den Netzbezug und erhöhe die Unabhängigkeit von Preisschwankungen. Die Abstimmung sei von der Standortauswahl bis zur Inbetriebnahme eng gewesen. Die Bereitstellung der Dachflächen und die Vorantreibung des Ausbaus durch Aroundtown würden sich für ATU an jedem einzelnen Standort als vorteilhaft erweisen. Die Integration von Photovoltaik auf bestehenden Dachflächen verbindet somit die Reduzierung von Emissionen mit einer gestärkten Energieresilienz und verbessert die langfristige Wettbewerbsfähigkeit der Immobilien.














