Für die kommende Auszeichnung „Hotelimmobilie des Jahres 2026“ hat die Fachjury des 196+ forum München zehn Objekte nominiert. Die Auswahl erfolgte aus einem Kreis von 24 Bewerbern, die aus elf europäischen Ländern stammten. Die Preisverleihung wird am Mittwoch, den 7. Oktober, im Rahmen der 196+ forum-Fachkonferenz im Hotel Bayerischer Hof in München stattfinden. Unter den Nominierten befinden sich jeweils drei Häuser aus Deutschland und Österreich, zwei Objekte aus Spanien sowie je ein Hotel aus Italien und den Niederlanden.
Die Bewerber zeigen eine diverse Typologie. Lediglich zwei der nominierten Hotels sind als solitäre Neubauten konzipiert worden. Demgegenüber stehen drei Objekte, die durch die Umnutzung und Neupositionierung bestehender Hotels entstanden sind. Drei weitere Bewerber resultieren aus der Transformation vormaliger Strukturen: Ein ehemaliges Schulgebäude, ein herrschaftliches Wohngebäude sowie ein historisches Postamt wurden hierfür umgewidmet. Ein Hotel kombiniert die historische Fassade eines ehemaligen Bankgebäudes mit einem modernen Neubau für den Zimmertrakt. Eine weitere Entwicklung auf dem Gelände einer ehemaligen Tabakfabrik integrierte deren erhaltene Gebäude in einen gemischt genutzten modernen Hochbau.
Fokus auf Bestandsimmobilien und hybride Konzepte
Andreas Martin, Vorsitzender der Jury, stellte fest, dass ein Großteil der 24 Kandidaten für die „Hotelimmobilie des Jahres“ aus Bestandsimmobilien mit verschiedenen Vornutzungen entwickelt wurde. Er betonte, dass Anbieter von sogenannten Serviced Apartments zunehmend hochwertige Immobilienstandorte adressieren. Diese werden mit gemischten Serviceangeboten ausgestattet und konkurrieren somit auch mit dem höherpreisigen Hotelsegment.
Die Zusammensetzung der zwölfköpfigen Fachjury ist interdisziplinär. Sie umfasst Experten aus den Bereichen Architektur, Betrieb, Entwicklung, Finanzierung, Innenarchitektur und technische Gebäudeausstattung. Ergänzt wird das Gremium durch Vertreter aus Medien und Wissenschaft. Die maßgeblichen Auswahlkriterien, wie vom 196+ forum München kommuniziert, beziehen sich auf das Zusammenspiel verschiedener Aspekte.
Kriterien und Nominierte
- —Architektur und Gestaltung, insbesondere die Innovationskraft
- —Die Integration des Projektes in sein Umfeld und die Destination
- —Nachhaltigkeitsaspekte und technische Innovationen für die Zukunft
- —Die Originalität des zugrunde liegenden Konzeptes und dessen Kreativität
- —Die Wirtschaftlichkeit der Investition
Die zehn nominierten Hotels, nach alphabetischer Reihenfolge geordnet, sind das ARCOTEL Tabakfabrik in Linz, Österreich; das Brach Madrid in Madrid, Spanien; das Casa Cook Madonna in Madonna di Campiglio, Italien; das Hotel De Zeewaartschool in Vlissingen, Niederlande; das Hotel Schani City in Wien, Österreich; das Kimpton Main Frankfurt in Frankfurt am Main, Deutschland; das Silt & Sand Langeoog in Langeoog, Deutschland; das SLS Barcelona in Barcelona, Spanien; The Florentin by Althoff Collection in Frankfurt am Main, Deutschland sowie Wilde, Vienna Fleischmarkt in Wien, Österreich.













