Seit nunmehr zehn Jahren setzt die bundesweite Veranstaltungsreihe „Inklusiv gestalten – Ideen und gute Beispiele aus Architektur und Stadtplanung“ kontinuierliche Impulse für barrierefreies Planen und Bauen. Seit dem Auftakt im Jahr 2016 wurden in insgesamt 24 Regionalkonferenzen, verteilt auf zehn Bundesländer und 15 Städte, zukunftsweisende Planungsansätze diskutiert. Im Rahmen von 77 Präsentationen gelungener Praxisbeispiele zeigte das Format auf, wie eine gebaute Umwelt realisiert werden kann, die allen Teilen der Gesellschaft offensteht.
Das inhaltliche Spektrum der Konferenzen umfasst zentrale Handlungsfelder der räumlichen Entwicklung. Die behandelten Themen reichen von Wohnungsbau, Freiräumen und neuen Stadtquartieren über Arbeitswelten und Tourismus bis hin zu Denkmalschutz, Infrastrukturmaßnahmen und dem anspruchsvollen Bauen im Bestand. Im Fokus steht dabei stets die Frage, wie sich funktionale Barrierefreiheit mit baukultureller Qualität, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Tragfähigkeit vereinen lässt.
Fachlicher Dialog und bundesweite Reichweite
Getragen wird die Initiative von einer Kooperation zwischen der oder dem Beauftragten der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und der Bundesarchitektenkammer gemeinsam mit ihren jeweiligen Landeskammern. Über diese Plattform konnten bisher rund 6.500 Fachleute direkt vor Ort erreicht werden. In den Jahren 2020 und 2021 folgten zudem zahlreiche Architektinnen und Architekten den digital übertragenen Konferenzen.
Die Relevanz des Formats unterstreichen die beteiligten Akteure. Verena Bentele, heutige VdK-Präsidentin und frühere Bundesbeauftragte, rief die Initiative vor einem Jahrzehnt ins Leben, damit Barrierefreiheit von Beginn an in Entwurfsprozesse einfließt. Jürgen Dusel, seit 2018 im Amt des Bundesbeauftragten, hebt Barrierefreiheit als wesentliches Qualitätsmerkmal für ein modernes Land hervor, das angesichts des demografischen Wandels weiter an Bedeutung gewinnt. Andrea Gebhard, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, betont wiederum, dass Inklusion dort wirksam werde, wo gemeinsame Ansprüche durch engagierte Bauherren und qualifizierte Planende in gebaute Realität überführt werden.
25. Konferenz tagt im Oktober 2026 in München
Das zehnjährige Bestehen der Initiative markiert zugleich den Übergang zur nächsten Programmphase: Die 25. Regionalkonferenz wird am 26. Oktober 2026 in der bayerischen Landeshauptstadt München stattfinden. Gemeinsam mit der Bayerischen Architektenkammer richten die bisherigen Kooperationspartner das Fachforum unter dem Leitmotiv „Inklusiv gestalten – Barrierefreiheit, Inklusion und Sport“ aus. Ziel ist es, anhand praktischer Beispiele die Zugänglichkeit von Sport- und Freizeitstätten zu vertiefen und den interdisziplinären Dialog über eine zugängliche Architektur fortzuführen.














