Eine Studie im Auftrag der Deutsche Pfandbriefbank AG (pbb) unter 427 Entscheidungsträgern der Immobilien- und Wohnungswirtschaft, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Civey, beleuchtet die aktuelle Attraktivität und die zukünftigen Anforderungen an verschiedene Immobiliensegmente. Die Ergebnisse verdeutlichen eine klare Präferenz für Wohnimmobilien als primäre Anlageklasse.
Demnach betrachten 64 Prozent der Befragten Wohnimmobilien als die attraktivste Option auf dem Immobilienmarkt. Büroimmobilien folgen mit 37 Prozent, während Seniorenwohnen von 35 Prozent der Teilnehmer als attraktiv eingestuft wird. Diese Einschätzung unterstreicht die anhaltend hohe Relevanz des Wohnsegments für Investoren.
Innovation und zukünftiger Bedarf im Fokus
Auch im Hinblick auf das Innovationspotenzial nimmt die Anlageklasse Wohnen eine führende Position ein. 49 Prozent der Befragten identifizieren den Bereich Wohnen, insbesondere in Verbindung mit Betreuungs- und Pflegeleistungen, als zentralen Innovationstreiber innerhalb der Immobilienwirtschaft. Flexible Wohn- und Arbeitsformen folgen mit 37 Prozent, während digitale Infrastruktur und Smart Buildings von 34 Prozent der Befragten genannt werden.
Für die kommenden fünf Jahre prognostizieren die Entscheidungsträger einen hohen Bedarf an klassischen Wohnimmobilien, genannt von 28 Prozent der Befragten. Ergänzend wird ein signifikanter Bedarf im Seniorenwohnen (18 Prozent) sowie im Serviced Living (7 Prozent) erwartet. Dies bedeutet, dass nach Einschätzung der Studienteilnehmer mehr als die Hälfte des zukünftigen Bedarfs auf diverse Wohnformen entfallen wird.
Entscheidungskriterien für Investitionen
Bei Investitionsentscheidungen stehen insbesondere Renditeerwartungen und die Nachfrage auf Nutzerseite im Vordergrund. Beide Faktoren wurden von jeweils 47 Prozent der Befragten als maßgeblich genannt. Weitere wichtige Kriterien sind die Finanzierungsbedingungen, die von 36 Prozent der Befragten als relevant erachtet werden, sowie die Nutzungsflexibilität der Immobilie, die für 34 Prozent von Bedeutung ist.
Gerhard Meitinger, Head of Real Estate Finance Deutschland bei der pbb, kommentierte die Ergebnisse dahingehend, dass Wohnimmobilien eine zentrale Rolle für die Immobilienwirtschaft spielen. Er wies darauf hin, dass sich gleichzeitig die Anforderungen an Wohnraum ändern, bedingt durch den demografischen Wandel und neue Wohnformen. Für Finanzierer ergebe sich daraus die Notwendigkeit, flexible Lösungen und unterschiedliche Nutzungskonzepte stärker in Betracht zu ziehen. Die Studie verdeutlicht die Meinungen der Befragten, ohne tatsächliche Marktgegebenheiten oder Investitionsvolumina abzubilden. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, Mehrfachnennungen abzugeben.














