Westend Real Assets hat als Asset Manager zwei Colocation-Rechenzentren in Hamburg erworben. Die Transaktion wurde im Rahmen eines Asset Deals für das Portfolio des Spezial-AIF „HAL Digitale Infrastruktur Deutschland 1“ strukturiert. Der Ankauf umfasst die Liegenschaft „Leuchtturm“ im Hamburger Stadtteil Alsterdorf aus dem Baujahr 2013 sowie das im Jahr 2024 fertiggestellte Rechenzentrum „Rahlstedt“ im gleichnamigen Stadtteil.
Beide Immobilien sind vollständig im laufenden Betrieb und werden von dem IT-Dienstleister sowie Rechenzentrumsbetreiber akquinet betrieben. Zu den Mietern der Standorte zählen unter anderem Unternehmen aus dem Sektor kommunaler Dienstleistungen. Das Objekt in Hamburg-Alsterdorf war bundesweit das erste Colocation-Rechenzentrum, das vom Umweltbundesamt mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ (DE-UZ 214) ausgezeichnet wurde. An beiden Standorten bestehen funktionale Reserven, die eine künftige Erweiterung der IT-Leistung ermöglichen.
Ausbau des Spezialfonds auf über 200 Millionen Euro
Mit dem Zugang der beiden Hamburger Liegenschaften erweitert Westend Real Assets das Portfolio des spezialisierten Sondervermögens auf nunmehr drei Bestandsassets. Das Fondsvolumen beläuft sich infolge der jüngsten Akquisition auf mehr als 200 Millionen Euro. Der Spezial-AIF „HAL Digitale Infrastruktur Deutschland 1“ ist als erstes Anlagevehikel dieser Art in Deutschland konzipiert, das institutionellen Anlegern gezielte Investitionen in moderne Colocation-Rechenzentren ermöglicht. Der Anlagefokus liegt dabei auf etablierten, langfristig vermieteten Objekten, die zugleich Potenzial für eine technische und energetische Weiterentwicklung bieten.
Patrick Brinker, Vorsitzender der Geschäftsführung von Westend Real Assets, betont die strategische Relevanz regionaler Dateninfrastrukturen. Regionale Colocation-Rechenzentren bildeten einen Kernbaustein digitaler Souveränität, da sowohl Unternehmen als auch die öffentliche Verwaltung ihre Datenbestände zunehmend bei deutschen Betreibern im Inland verwahrt wissen wollen. Mit den Standorten in Alsterdorf und Rahlstedt sichere sich der Fonds zwei langfristig gebundene Objekte, die bereits an das Netz angeschlossen sind und zusätzliche Expansionsspielräume bieten.
Nachfrage nach planbaren Cashflows und lokaler Datensouveränität
Lars Kurtz, Leiter Institutioneller Vertrieb bei Westend Real Assets, führt aus, dass die Nachfrage nach regionaler Rechenzentrumsinfrastruktur die strategische Ausrichtung des Fonds bestätige. Insbesondere Organisationen mit hohen Anforderungen an den Datenschutz benötigten Lösungen, die Eigenkontrolle und Unabhängigkeit von internationalen Cloud-Anbietern sichern. Zudem suchten institutionelle Anleger im aktuellen Marktumfeld nach planbaren Cashflows, die im Vergleich zu liquiden Anlageklassen Überrenditen ermöglichen. Der Zukauf der beiden Hamburger Objekte diene der gezielten Umsetzung dieser Fondsstrategie.
- —Erwerb der Colocation-Rechenzentren „Leuchtturm“ (2013) und „Rahlstedt“ (2024) via Asset Deal
- —Vollständiger Betrieb und Vermietung über den IT-Dienstleister akquinet
- —Nachhaltigkeitszertifizierung „Blauer Engel“ (DE-UZ 214) für den Standort Alsterdorf
- —Anstieg des Fondsvolumens auf über 200 Millionen Euro bei drei Assets im Spezial-AIF














