Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH hat den Baubeginn zweier Neubauprojekte in Berlin-Mitte verkündet. An den Standorten Melchiorstraße/Engeldamm sowie in der Neuen Jakobstraße entstehen insgesamt 89 Wohneinheiten, die in Holzhybridbauweise realisiert werden. Ein substanzieller Anteil von 45 Wohnungen wird im Rahmen der Wohnraumförderung angeboten, wobei die Einstiegsmieten in diesem Segment bei 7 Euro pro Quadratmeter liegen. Die durchschnittliche Wohnungsgröße beträgt rund 60 Quadratmeter.
Diese Bauvorhaben stellen den vierten und fünften Baustart der WBM im laufenden Jahr dar. Sie dienen dem Unternehmen als Pilotprojekte für nachhaltiges Bauen und erfüllen den Effizienzhaus-40-Standard. Die Fertigstellung beider Projekte ist für Herbst 2028 avisiert.
Details zu den Standorten
In der Neuen Jakobstraße wird eine bisher als Parkplatz genutzte Fläche transformiert, um neuen Wohnraum zu schaffen. Hier entsteht ein achtgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus mit 35 Wohnungen, die eine Gesamtwohnfläche von rund 2.300 Quadratmetern umfassen. Ergänzend sind im Erdgeschoss circa 265 Quadratmeter Gewerbefläche vorgesehen. Das Entwurfskonzept fokussiert sich auf effiziente Grundrisse, serielle Bäder und eine modulare Konstruktion. Zwei bauliche Rettungswege ermöglichen zudem die Ausführung einer Fassade aus Holz.
Am Standort Melchiorstraße/Engeldamm werden 54 Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von rund 3.000 Quadratmetern in einem bestehenden WBM-Wohnensemble errichtet. Die Planung legte hierbei besonderen Wert auf einen sensiblen Umgang mit dem Bestand, insbesondere im Hinblick auf das Wohnumfeld sowie die vorhandenen Grün- und Freiflächen. Die Großzügigkeit des Innenhofs sowie ein Großteil des Baumbestandes bleiben erhalten.
Entwicklung und Kontext
Der Entwicklung dieser beiden Projekte ging ein mehrjähriger Planungsprozess voraus. Bereits seit 2018 wurden Möglichkeiten zur Schaffung zusätzlichen Wohnraums evaluiert und verschiedene Varianten geprüft. Im Verlauf der Jahre 2018 und 2019 fanden hierzu mehrere Informationsveranstaltungen für die Mieter statt. Die WBM beabsichtigt, auch während der Bauphase transparent über den Projektfortschritt und anstehende Maßnahmen zu informieren.
Vertreter der Berliner Politik kommentierten die Vorhaben. Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, betonte, Berlin benötige dringend mehr bezahlbare Wohnungen, weshalb vorhandene Flächen und Potenziale, insbesondere dort, wo die notwendige Infrastruktur bereits vorhanden ist, genutzt werden müssten. Die Projekte der WBM zeigten, wie dies konkret umgesetzt werden könne, indem auf bereits genutzten Flächen 89 Wohnungen, davon 45 gefördert, entstünden. Damit werde zusätzlicher Wohnraum geschaffen und das Angebot für Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen gestärkt. Er unterstrich die Bedeutung des Beitrags der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften zur zukunftsfähigen Entwicklung Berlins.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, hob hervor, die WBM demonstriere das Potenzial einer intelligenten Weiterentwicklung bestehender Quartiere. Er merkte an, dass Wohnungen auf Grundstücken entstünden, die bereits zum Bestand der WBM gehören, anstatt neue Flächen zu beanspruchen. Dies sei gerade in der dicht bebauten Innenstadt ein wichtiger Baustein zur Schaffung zusätzlichen bezahlbaren Wohnraums.
Ephraim Gothe, Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Facility Management, äußerte, insbesondere in einem dicht bebauten Bezirk wie Mitte sei es entscheidend, neuen Wohnraum zu schaffen und zugleich verantwortungsvoll mit den bestehenden Quartieren umzugehen. Die Projekte der WBM zeigten, dass beides vereinbar sei, indem bereits genutzte Flächen weiterentwickelt und bestehende Grün- und Freiräume weitestgehend erhalten blieben. Dies ermögliche die Entstehung dringend benötigten Wohnraums, der sich behutsam in sein Umfeld integriere.
Lars Dormeyer, Geschäftsführer der WBM, bekräftigte den Wachstumskurs des Unternehmens, der sich mit diesen beiden Projekten auch in attraktiven Berliner Innenstadtlagen manifestiere. Er führte aus, die Realisierungsbeginne entsprächen der Jahresplanung mit insgesamt acht Baustarts und seien fester Bestandteil der Zusagen gegenüber dem Land Berlin im Rahmen der Roadmap 2.0. Gleichzeitig erprobe die WBM neue Wege für einen nachhaltigen und effizienten Neubau, wobei die gewonnenen Erfahrungen für weitere Vorhaben genutzt werden sollen.














