Vivmark Residential, der größte börsennotierte Wohnungseigentümer der Vereinigten Staaten, hat seine ersten Quartalsergebnisse nach dem Zusammenschluss vorgelegt. Der Real Estate Investment Trust (REIT) war im Sommer aus der Fusion der beiden Branchenschwergewichte AvalonBay Communities und Equity Residential hervorgegangen. Mit einem Bestand von mehr als 184.000 Wohnungen in hochpreisigen Ballungsräumen wie San Francisco, Washington, D.C., Boston und New York sowie einer Projektentwicklungspipeline von 4,4 Milliarden $ spiegelt die Bilanz die neue Marktdimension des Unternehmens wider.
Für das dritte Quartal 2026 wies Vivmark Gesamteinnahmen von 1,19 Milliarden $ aus. Das Nettobetriebsergebnis belief sich auf 800,76 Millionen $, wenngleich für das Quartal ein Nettoverlust von über 747 Millionen $ verbucht werden musste. Die operativen Mittelzuflüsse (Funds from Operations, FFO) lagen bei 8 Cent je Aktie, während der bereinigte Core-FFO 1,03 $ je Aktie erreichte. Die Zahlen erfassen die Phase nach dem Vollzug der Fusion Mitte August sowie für die vorangegangenen gut zwei Wochen das operative Geschäft von AvalonBay, die als buchhalterischer Erwerber fungierte.
Integrationskosten unter den ursprünglichen Erwartungen
In der Telefonkonferenz für Analysten hob das Management die zügige und geordnete Zusammenführung beider Gesellschaften hervor. Die fusionsbezogenen Kosten belaufen sich den Angaben zufolge aktuell auf rund 725 Millionen $ und liegen damit etwa 25 Millionen $ unter der ursprünglichen Schätzung. Benjamin Schall, President und Chief Executive Officer von Vivmark Residential, der zuvor die gleiche Position bei AvalonBay innehatte, betonte, dass der primäre Fokus auf der Umsetzung des operativen Kerngeschäfts und der Integration liege. Intern gelte die Prämisse, das fundamentale Fundament zu sichern, während man zugleich das Ziel verfolge, mittelfristig das vertrauenswürdigste und leistungsstärkste Mietwohnungsunternehmen des Landes zu etablieren.
Führungskräfte des Unternehmens verwiesen darauf, dass das vierte Quartal der erste vollständige Berichtszeitraum für den neu formierten Konzern mit Doppelsitz in Arlington, Virginia, und Chicago sein wird und somit als maßgeblicher Referenzwert für die künftige Entwicklung dienen dürfte.
Stabile Vermietungsquoten und geringe Bautätigkeit im Marktumfeld
Das Wohnungsportfolio des REITs verzeichnete eine Auslastung von 95,8 Prozent bei einer Mieterfluktuation von niedrigen 12,7 Prozent. Getrieben wird die Nachfrage laut Unternehmensführung von strukturellen Rahmenbedingungen: In den Kernmärkten von Vivmark sei das Mieten im Schnitt um monatlich rund 1.900 $ günstiger als der Immobilienerwerb. Zudem bleibe die Bautätigkeit im Mehrfamilienhaussegment in diesen Regionen moderat. Für das Jahr 2027 kalkuliert der REIT mit Fertigstellungen, die lediglich etwa 1,2 Prozent des bestehenden Bestands ausmachen.
Im Berichtszeitraum schloss Vivmark zwei eigenständige Projektentwicklungen mit zusammen 761 Wohneinheiten ab. Ein weiteres Vorhaben mit 281 Wohnungen befindet sich derzeit im Bau.














