Vici Properties, ein auf Casino- und Freizeitimmobilien spezialisierter Real Estate Investment Trust, verzeichnete im dritten Quartal einen deutlichen Rückgang seines operativen Ergebnisses. Die den Stammaktionären zurechenbaren Funds from Operations (FFO) sanken im Jahresvergleich um 55,1 Prozent auf 342 Millionen Dollar, nachdem im Vorjahreszeitraum noch 762 Millionen Dollar beziehungsweise 0,71 Dollar je Aktie erzielt worden waren.
Ursächlich für die Entwicklung sind gestiegene Kapitalkosten im Segment der Net-Lease-REITs sowie Unsicherheiten bezüglich eines regionalen Rahmenmietvertrags mit Caesars Entertainment. Da Fertitta Entertainment eine Übernahme des Großmieters Caesars anstrebt, stellte Vici im Berichtsquartal erwartete Kreditausfälle in Höhe von 458 Millionen Dollar ein. Davon entfallen 331 Millionen Dollar auf die Vereinbarung mit Caesars, die eine Vertragslaufzeit bis zum Jahr 2055 umfasst.
Strategische Prüfung und makroökonomischer Gegenwind
Wie Edward Pitoniak, Chief Executive Officer von Vici, während der Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen erläuterte, analysiere das Team jeden Dollar der Einnahmeströme aus den regionalen Caesars-Mietobjekten unter verschiedenen Bewertungsmodellen. Im Fokus stehe die Frage, welche Ertragsstruktur und damit verbundene Maßnahmen den größten Gesamtwert für die Aktionäre generieren.
Pitoniak verwies zudem auf die gedämpfte Stimmung im Markt für Net-Lease-REITs infolge des anhaltend hohen Zinsniveaus sowie auf Belastungen durch eine zurückhaltende Konsumnachfrage vor dem Hintergrund der Inflation. Um die Aktionäre in Phasen höherer Kapitalkosten zu schützen, verfolge das Unternehmen einen Verschuldungsgrad beim 5,5-Fachen des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
- —Funds from Operations (FFO) sanken um 55,1 Prozent auf 342 Millionen Dollar
- —Rückstellungen für erwartete Kreditverluste von 458 Millionen Dollar, davon 331 Millionen Dollar bezogen auf Caesars
- —Gesamtumsatz stieg um 5,8 Prozent auf 1,07 Milliarden Dollar
- —Neues Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Dollar mit Laufzeit bis September 2029
Umsatzanstieg und Liquiditätsoptionen
Wenngleich wertsteigerndes Wachstum im aktuellen Marktumfeld erschwert sei, betonte der Vorstand andere Möglichkeiten der Kapitalbeschaffung. Dazu zählen künftige Mittelzuflüsse aus der Rückzahlung ausstehender Kredite sowie Verkäufe von Vermögenswerten. Zudem kündigte Vici ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von 2 Milliarden Dollar an, das bis zum 30. September 2029 läuft. Sollte ungebundenes Investitionskapital zur Verfügung stehen, werde Vici den Erwerb eigener Aktien prüfen.
Auf der Erlösseite verzeichnete der REIT ungeachtet der Sonderbelastungen ein stabiles Geschäft: Der Gesamtumsatz stieg im dritten Quartal um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,07 Milliarden Dollar und entsprach damit den Schätzungen der Marktanalysten.














