Die LEG Immobilien SE hat das Glasmacherviertel in Düsseldorf-Gerresheim an ein neu gegründetes Joint Venture der internationalen Immobilienunternehmen Hines und Vastint verkauft. Das Areal, das eine Fläche von circa 193.000 Quadratmetern umfasst, wurde von der LEG Anfang 2025 im Zuge des Mehrheitserwerbs der Brack Capital Properties mit erworben. Die LEG hatte frühzeitig ihre Absicht bekundet, das Quartier nicht eigenständig zu entwickeln, und die Stadt Düsseldorf in ihre Überlegungen miteinbezogen.
Mit Hines und Vastint konnte die LEG Käufer gewinnen, die über umfassende Expertise in der Entwicklung größerer Wohnquartiere verfügen. Als Referenzprojekte dienen die Marienhöfe in Berlin, entwickelt von Hines, sowie Sugar House Island in London, ein Projekt von Vastint. Die Kaufoption für das Areal wurde bereits Anfang März dieses Jahres zwischen Hines und der LEG vereinbart, und das Joint Venture hat das Kaufangebot der LEG zu den bestehenden Konditionen angenommen.
Entwicklung eines urbanen Wohnquartiers
Das Glasmacherareal ist für die Entwicklung zu einem vornehmlich durch Wohnnutzung geprägten Stadtquartier vorgesehen. Das Konzept der Käufer sieht eine Bruttogeschossfläche von etwa 210.000 Quadratmetern vor, wobei mindestens 80 Prozent für Wohnungen reserviert sind. Dies soll zur Schaffung von rund 1.600 bis 1.800 neuen Wohneinheiten beitragen und somit signifikanten attraktiven Wohnraum in Düsseldorf generieren, einer der nachgefragtesten Wohnlagen in Nordrhein-Westfalen. Die Kaufpreiszahlung erfolgt in mehreren Teilbeträgen, die an den Planungsfortschritt gekoppelt sind; über den genauen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Lars von Lackum, CEO der LEG Immobilien SE, äußerte sich erfreut über die Unterzeichnung des Kaufangebots durch das Gemeinschaftsunternehmen. Er betonte, dass es dem Düsseldorfer Unternehmen von Beginn an wichtig gewesen sei, das Areal in qualifizierte Hände zu übergeben, um den Wohnungsbau in Düsseldorf zu stärken und dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Er hob außerdem hervor, dass diese Veräußerung die bislang größte Einzeltransaktion für die LEG in diesem Jahr darstellt, was er als positive Entwicklung in einem herausfordernden Marktumfeld bewertete.
Nutzungskonzept und Historie des Areals
Das Glasmacher-Areal wurde bis 2005 von der Gerresheimer Glashütte industriell genutzt. Nach der Schließung des Werks und dem weitgehenden Rückbau der Industrieanlagen lag ein Großteil des Geländes über einen längeren Zeitraum brach. Neben der primären Wohnnutzung wird das zukünftige Quartier durch gewerbliche Angebote, soziale Infrastruktur und öffentliche Grünflächen ergänzt. Drei historische Gebäude auf dem Industriegelände sollen erhalten bleiben.
- —Claudia Lewin, Managing Director bei Vastint Germany, hob hervor, dass das Glasmacherviertel das Engagement des Unternehmens in der langfristigen Entwicklung urbaner Quartiere widerspiegelt und die Erfahrungen aus Projekten wie Sugar House Island in London nun auch in Deutschland zum Einsatz kommen sollen.
- —Benjamin Biehl, Senior Managing Director bei Hines, betonte, dass das Engagement im Wohnimmobiliensegment auf den langfristig positiven Fundamentaldaten und der anhaltend hohen Nachfrage nach Wohnungen in europäischen Metropolen basiert.
Das gemeinsame Ziel der Käufer ist die Schaffung eines gut angebundenen, gemischt genutzten Quartiers, das sich harmonisch in den Stadtteil Gerresheim integriert.














