Die Flächenverfügbarkeit im Segment der Lager-, Logistik- und Produktionsimmobilien in Deutschland hat sich in den letzten Jahren merklich erhöht. Dieser Trend ist insbesondere bei Objekten über 10.000 Quadratmetern Fläche evident. Während die Leerstandsquoten in den Jahren 2021 und 2022 historisch niedrig waren und sich unterhalb der 1,0-Prozent-Marke bewegten, verzeichnet der Markt nun eine sukzessive Entspannung.
Zum Ende des Jahres 2023 lag die Leerstandsquote bereits bei etwa 3,0 Prozent. Für das Jahr 2024 prognostizieren Marktbeobachter einen weiteren Anstieg auf rund 4,0 Prozent, sofern sich die aktuellen Rahmenbedingungen nicht grundlegend ändern. Diese Entwicklung resultiert aus einem veränderten Marktumfeld, das sowohl die Angebots- als auch die Nachfrageseite beeinflusst.
Dynamik von Angebot und Nachfrage
Auf der Angebotsseite ist ein Rückgang der Projektentwicklungen zu verzeichnen. Während die Entwicklung von Immobilien über 10.000 Quadratmeter in den Jahren 2021 und 2022 noch ein Volumen von über 7 Millionen Quadratmetern erreichte, sind die aktuellen Zahlen geringer. Dies deutet auf eine abnehmende Neubauaktivität hin, welche die mittelfristige Angebotsentwicklung beeinflussen könnte.
Parallel dazu hat sich die Nachfrage nach Lager-, Logistik- und Produktionsflächen verlangsamt. Dies ist unter anderem auf die allgemeine wirtschaftliche Lage, gestiegene Finanzierungskosten und eine höhere Investitionszurückhaltung bei Unternehmen zurückzuführen. Die Kombination aus einem moderaten Rückgang neuer Entwicklungen und einer geringeren Nachfrage führt zu einer kumulativen Erhöhung der verfügbaren Flächen auf dem Markt.
Auswirkungen auf den Immobilienmarkt
Die steigende Flächenverfügbarkeit könnte für Unternehmen, die Expansionspläne verfolgen oder ihre Lager- und Logistikstrukturen optimieren möchten, neue Möglichkeiten eröffnen. Eine erhöhte Auswahl an Objekten bietet potenziellen Mietern und Käufern eine verbesserte Verhandlungsposition. Investoren hingegen könnten eine Anpassung der Renditeerwartungen in Betracht ziehen müssen, da ein höheres Angebot den Wettbewerb verstärken könnte.














