Vengrove, ein paneuropäischer Immobilien-Investmentmanager, hat eine Logistikimmobilie in Wuppertal erworben. Die Akquisition erfolgte für einen Betrag von 14,70 Millionen Euro und umfasst eine Fläche von 6.026 m². Dieser Erwerb stellt den zweiten innerhalb von zwei Monaten in der Rhein-Ruhr-Region dar, die als der größte Ballungsraum Deutschlands gilt. Die vorangegangene Transaktion im Juli umfasste eine 16.571 m² große Immobilie in Leverkusen für 23,10 Millionen Euro. Mit diesen beiden Erwerbungen summiert sich das von Vengrove in dieser Region investierte Kapital auf 37,8 Millionen Euro bei einer Gesamtfläche von 22.597 m².
Die nun erworbene Immobilie wurde 2015 errichtet und zeichnet sich durch eine hohe Ausstattungsqualität aus. Es handelt sich um eine Cross-Dock-Anlage mit 59 Ladetoren und einer Grundstücksausnutzung von 27 Prozent. Ein besonderes Merkmal ist die umfangreiche Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, die die zunehmend elektrifizierte Zustellflotte des Mieters unterstützt, sowie eine Photovoltaikanlage auf dem Dach.
Standort und Marktbedingungen
Der Standort der Logistikimmobilie befindet sich 25 km östlich von Düsseldorf und ist direkt an die Autobahn A1 angebunden, eine zentrale Verkehrsachse zwischen Köln und Hamburg. Weitere direkte Anbindungen an die A43, A46 und A535 gewährleisten eine hervorragende Erreichbarkeit der gesamten Rhein-Ruhr-Region. Der Logistikmarkt in dieser Region weist aktuell einen Leerstand von unter 4 Prozent auf, was auf eine knappe Flächenversorgung hindeutet.
Mieter der Immobilie ist die Deutsche Post Immobilien GmbH, die Anmietungsgesellschaft der Deutschen Post AG. Dieser Konzern wird ab dem 1. September 2026 als Tochtergesellschaft der börsennotierten DHL AG firmieren und erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 82,9 Milliarden Euro. Die Immobilie dient als automatisiertes Paketverteilzentrum für Wuppertal und das nähere Umland.
Strategische Ausrichtung und Beteiligte
Die Akquisition wurde von einem institutionellen Verkäufer getätigt und ist der jüngste deutsche Zugang für den Fonds VRE Evergreen Logistics Partners (VREELP). Dieser Fonds fokussiert sich auf Light-Industrial- und Logistikimmobilien in städtischen Ballungsräumen, entlang von Logistikkorridoren sowie in der Nähe von Verkehrsknotenpunkten in Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Vengrove, 2013 gegründet, hat Immobilientransaktionen im Volumen von mehr als 1,2 Milliarden Euro realisiert und unterhält Büros in München, Paris und London. Das Unternehmen verfolgt eine vertikal integrierte Struktur mit eigenen Teams vor Ort und Beteiligungen an den Betreibergesellschaften, um operative Wertpotenziale zu erschließen.
Korbinian Kirchner, Partner & Head of Germany bei Vengrove, bezeichnete die Rhein-Ruhr-Region als exemplarisch für die Standortstrategie von VREELP, die auf dichte Ballungsräume mit exzellenter Verkehrsanbindung und einem strukturellen Mangel an modernen Flächen abzielt. Er betonte, dass eine Immobilie dieser baulichen Qualität mit der Ertragssicherheit des Mieters einen klaren Zugewinn für das Portfolio darstelle und Deutschland für Vengrove ein Kernmarkt bleibe. Will Hunting, Partner & Head of European Acquisitions bei Vengrove, hob hervor, dass die zwei Ankäufe in der Rhein-Ruhr-Region die Überzeugung vom deutschen Markt und die Stärke des lokalen Teams widerspiegeln. Er beschrieb das Wuppertaler Objekt als modern, hochwertig ausgestattet und an einen bonitätsstarken Nutzer mit langfristigem Flächenbedarf vermietet, in einem Markt mit knapper Angebotssituation – genau die Kriterien der VREELP-Strategie.
Beratend für Vengrove waren Simmons & Simmons, Gleeds und Nova Ambiente tätig. Die Transaktion wurde von CBRE vermittelt.














