Die Robert C. Spies Nordics ApS hat im Nordic Business Hub in Maribo auf der dänischen Insel Lolland ein rund 8.668 Quadratmeter großes Grundstück an die Uno-X Mobility Danmark A/S vermittelt. Verkäufer der Liegenschaft ist die Maribo Ladegård ApS. Das beratende Maklerunternehmen begleitete die Transaktion im Rahmen eines Mandats für das dänische Energieunternehmen, das auf der Fläche eine neue Ladestation für schwere Nutzfahrzeuge realisieren wird.
Søren Meiling, Regional Director bei Robert C. Spies Nordics, erklärte hierzu, dass fundierte lokale Marktkenntnisse unverändert entscheidend seien, um Flächenangebote und nutzungsspezifische Anforderungen passgenau zusammenzuführen. Die Neuansiedlung von Uno-X unterstreiche die zunehmende wirtschaftliche Relevanz von Maribo und Lolland für grenzüberschreitend tätige Unternehmen.
Ausbau der Ladeinfrastruktur entlang transeuropäischer Korridore
Uno-X Mobility zählt zu den führenden dänischen Energieunternehmen und betreibt landesweit bereits sieben Schnellladestandorte für elektrische Lkw. Laut Michael B. Hansen, Marktdirektor Commercial bei Uno-X Mobility, ist der Ankauf in Maribo eine strategische Entscheidung, um Ladekapazitäten frühzeitig an sich entwickelnden Verkehrsströmen aufzubauen. Das Vorhaben reagiert auf strengere europäische Rahmenbedingungen: Die Vorgaben der Europäischen Union verlangen eine Senkung der Flotten-CO2-Emissionen neuer schwerer Nutzfahrzeuge um 45 Prozent ab 2030, um 65 Prozent ab 2035 und um 90 Prozent ab 2040. Zudem verpflichtet die europäische AFIR-Regulierung dazu, bis 2030 im Abstand von maximal 60 Kilometern entlang des TEN-T-Kernnetzes leistungsfähige Ladepunkte für Nutzfahrzeuge bereitzustellen.
- —Installation von sechs Ladestellen mit einer Gesamtkapazität von jeweils 1 MW
- —Direkte Verkehrsanbindung über die Ausfahrt 48 der Autobahn E47 in etwa 20 Kilometern Entfernung zu Rødbyhavn
- —Vorgesehene Inbetriebnahme der Gesamtanlage im Laufe des Jahres 2027
Mads Stærk, Entwicklungsdirektor der Wirtschaftsförderung Business Lolland-Falster, betonte die verkehrsgeografische Bedeutung des Standorts an der Südautobahn im Vorfeld der künftigen Fehmarnbeltquerung. Eine hochmoderne Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr bilde einen wesentlichen Bestandteil des Gewerbeparks und erhöhe dessen Attraktivität für weitere Ansiedlungen entlang der Achse zwischen Skandinavien und Kontinentaleuropa.
Wachstumspotenzial durch feste Fehmarnbeltquerung
Der Nordic Business Hub erstreckt sich über ein Gesamtareal von rund 900.000 Quadratmetern und zählt zu den zentralen Entwicklungsflächen Lollands. Robert C. Spies Nordics begleitete das Projekt gemeinsam mit der Kommune Lolland und Business Lolland-Falster bei der Ausarbeitung des Nutzungskonzepts sowie des Masterplans. Vor allem Logistik-, Transport- und Infrastrukturunternehmen profitieren von der künftigen Tunnelverbindung zwischen Lolland und Fehmarn.
Andreas Fuchs, Geschäftsführer der Robert C. Spies Nordics ApS, betonte, dass die Transaktion den grenzüberschreitenden Ansatz des Hauses widerspiegle. Durch die feste Fehmarnbeltquerung werden die Wirtschaftsräume Kopenhagen und Hamburg künftig noch enger zusammenwachsen — was die wirtschaftliche Integration auf beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze nachhaltig beschleunigen dürfte.














