Die UBM Development Deutschland GmbH initiiert mit dem Projekt „Charlie – Sweet Living“ die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers im Süden von München-Altperlach. Das Areal, welches vormals von Kraft Foods und später von Mondelez für die Entwicklung von Lebensmittelprodukten, insbesondere Schokolade, genutzt wurde, erfährt eine baurechtliche Umwidmung zur Wohnnutzung. Diese Transformation stellt eine der ersten großflächigen Bürokonversionen in München dar und adressiert den Bedarf an Wohnraum in der Region.
Der Vertrieb für die geplanten Wohneinheiten ist für September 2026 terminiert. Das Projekt umfasst insgesamt 106 Wohnungen, deren Spektrum von kompakten Ein-Zimmer-Apartments über größere Familienwohnungen bis hin zu Penthäusern reicht. Ein wesentlicher Aspekt des Konzepts ist die Integration bestehender Gebäudestrukturen, die saniert und durch Neubauten in Holz-Hybrid-Bauweise ergänzt werden. Christian Berger, Vorsitzender der Geschäftsführung bei UBM Development Deutschland, äußerte hierzu, dass die bewährte Lage eine hohe Nachfrage erwarten lasse.
Lage und Konzept
Die Standortqualität des neuen Quartiers wird durch seine Nähe zum Perlacher Forst unterstrichen, der lediglich 3,7 Kilometer entfernt ist. Aus den oberen Geschossen des Projekts ergibt sich zudem eine Fernsicht bis zu den Alpen. Die erfolgte Umwidmung des Areals trägt dazu bei, einen Teil des Bedarfs auf dem angespannten Münchner Wohnungsmarkt zu decken. Der Projektentwickler nimmt Bezug auf die industrielle Historie des Standorts an der Unterbiberger Straße, indem diese in das neue Nutzungskonzept integriert wird. Der Projektname „Charlie“ ist eine Anspielung auf die Romanfigur aus „Charlie und die Schokoladenfabrik“ und symbolisiert Kreativität sowie Neuschöpfung.
Florian Zielinski vom Münchner Büro su und z Architekten, das für die Planung verantwortlich zeichnet, beschreibt das Projekt mit den Begriffen Transformation, adaptive Wiederverwendung und Addition. Er erklärt, das Ziel sei die Weiterentwicklung und Aktivierung der Potenziale vorhandener Gebäude anstelle deren vollständigen Ersatzes gewesen. Durch die Kombination von Umbau, Erweiterung und Neubau entsteht neuer Wohnraum, wobei die Geschichte des Ortes weiterhin erkennbar bleibt. Reinhard Unger, ebenfalls von su und z Architekten, bezeichnet den Prozess als vielschichtig und vergleicht ihn mit einem Palimpsest, bei dem Schichten freigelegt und in eine neue Nutzung überführt werden, ohne das ursprüngliche Medium aufzugeben.
Nachhaltigkeit und Gestaltung
Das in Teilen in Holz-Hybrid-Bauweise konzipierte Objekt vereint die Vorteile verschiedener Bauweisen. Ein robuster Kern sichert die Dauerhaftigkeit, während die hölzernen Oberflächen ein angenehmes Raumklima fördern. Christian Berger betont, die Kombination aus Alt und Neu sowie unterschiedlichen Materialien führe zu einem nachhaltigen, wohnlichen und gewachsenen Bauwerk. Er hebt die Bedeutung von Holz als Baustoff des 21. Jahrhunderts hervor, sowohl für ein gesundes Wohn- und Arbeitsklima als auch für die Förderung der Bau- und Immobilienbranche im Hinblick auf Effizienz und Dekarbonisierung. Das Bauvorhaben fügt sich zudem in den dörflichen Charakter des historischen Ortskerns von Altperlach ein, der von traditionellen Häusern, alten Baumstrukturen und dem Hachinger Bach geprägt ist. Zielinski ergänzt, die Verortung in Altperlach nutze bestehende Strukturen, Nachbarschaften und Infrastrukturen.














