Die Tattersall Lorenz-Unternehmensgruppe hat ihren Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2025 vorgelegt. Die konsolidierte Berichterstattung umfasst die Tattersall Lorenz Immobilienmanagement GmbH sowie die Tochtergesellschaft talyo. Property Services GmbH und orientiert sich erstmals an den Vorgaben des europäischen VSME-Standards. Ziel ist die Vereinheitlichung und strukturierte Erfassung sämtlicher Aktivitäten in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung.
Susanne Tattersall, geschäftsführende Gesellschafterin der Unternehmensgruppe, betont in diesem Kontext die Bedeutung fundierter Entscheidungsgrundlagen: Nachhaltigkeit bilde das Fundament einer langfristigen Bewirtschaftung. Eigentümer und institutionelle Investoren seien auf belastbare Daten und konkrete Handlungsempfehlungen angewiesen, um Bestände wirtschaftlich stabil und zukunftsfähig zu führen. Ökologische Kriterien müssten dabei stets im Einklang mit technischen Optionen und marktüblichen Rahmenbedingungen analysiert werden.
Bestandsdaten und betriebliche Emissionsbilanz
Zum Ende des Berichtsjahres betreute die Unternehmensgruppe an acht Standorten in Deutschland ein Portfolio von rund 6,24 Millionen Quadratmetern Mietfläche, verteilt auf 12.508 Einzelmietverträge. Für die eigenen Bürostandorte bezog das Unternehmen vollständig Strom aus erneuerbaren Quellen. Der betriebliche Gesamtenergieverbrauch belief sich auf 536.686 Kilowattstunden, woraus standortbasierte Treibhausgasemissionen der Scopes 1 und 2 von 152,19 Tonnen CO2-Äquivalenten resultierten.
Um die Verbrauchsdaten systematisch auszuwerten, kooperiert Tattersall Lorenz mit dem Dienstleister Planted. Eine Ausweitung der Erfassung auf die indirekten Scope-3-Emissionen ist für kommende Berichtsperioden vorgesehen. Flankierend soll die unternehmenseigene Fahrzeugflotte bis zum Jahr 2030 vollständig auf Hybrid- und Elektroantriebe umgestellt werden. Auf starre Reduktionsvorgaben verzichtet das Unternehmen vorerst, da der Großteil der Verbräuche auf die Wärmeversorgung angemieteter Büroflächen entfällt, deren Haustechnik nur eingeschränkt beeinflussbar ist.
Erweiterung der ESG-Kapazitäten im Portfoliomanagement
Im Bereich des aktiven Gebäudemanagements setzt der Dienstleister verstärkt auf Zertifizierungs- und Analysetools für Kundenbestände. Seit Jahresende 2025 unterstützen zwei eigene BREEAM-Bestandsauditoren Auftraggeber bei Zertifizierungsverfahren. Zudem setzt das Unternehmen auf eine Kooperation mit Predium, um Verbrauchsdaten digital zu bündeln, gebäudespezifische Risikoprofile zu formulieren und die Wirtschaftlichkeit energetischer Maßnahmen zu ermitteln.
- —Beitritt zum UN Global Compact im Juni 2025 zur Einhaltung internationaler Standards
- —Aufrechterhaltung der Qualitäts- und Umweltzertifizierungen nach ISO 9001, ISO 14001 und ISO 27001
- —Durchschnittlich 7,36 Weiterbildungsstunden pro Kopf für die 277 Beschäftigten im Berichtsjahr
Mit dem Bekenntnis zu den Prinzipien des UN Global Compact und der kontinuierlichen Schulung der Belegschaft verknüpft das Unternehmen die ökologische Transformation mit regulatorischer Verlässlichkeit — ein Faktor, der für institutionelle Bestandshalter angesichts verschärfter Berichtspflichten zunehmend an Relevanz gewinnt.













