Der Markt für Logistikimmobilien bewegt sich gegenwärtig im Schnittfeld tiefgreifender struktureller Veränderungen. Geopolitische Verschiebungen, veränderte Zinskonditionen, neue Ansiedlungen industrieller Akteure sowie ein wachsender Flächendruck stellen Eigentümer und Nutzer vor neue Rahmenbedingungen. Parallel dazu gewinnen funktionale Erweiterungen an Relevanz: Zeitgemäße Objekte wandeln sich zunehmend zu multifunktionalen Infrastruktur- und Energiehubs, während die Transformation und das Refurbishment bestehender Liegenschaften an Bedeutung zulegen.
Vor diesem Hintergrund veranstaltet der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) am Mittwoch, den 11. November 2026, den Tag der Logistikimmobilie. Als Tagungsort fungiert das Tagungswerk Berlin in der Lindenstraße 85. Das Programm beginnt nach einem vorgeschalteten Empfang um 11:00 Uhr und steht unter dem Leitthema „Resilienz in einer volatilen Welt“. Ziel der Zusammenkunft ist es, das Zusammenspiel von Versorgungssicherheit, Energieinfrastruktur und institutionellen Anlagekriterien eingehend zu beleuchten.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen und politische Impulse
Einen makroökonomischen und verkehrspolitischen Rahmen setzen die Eröffnungsbeiträge von Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, sowie von Dr. Thomas Obst, Senior Economist am Institut der deutschen Wirtschaft Köln. Die daran anknüpfenden Fachanalysen thematisieren die Anlageperspektiven sowie regulatorische Anforderungen. Hierzu sprechen unter anderem Diana Schumann von JLL Germany sowie Kathi Hofmann und Dr. Wolfgang Zink von PwC Germany.
Ergänzt wird der Fachaustausch durch Einblicke aus der baulichen und betrieblichen Praxis. Vincent Schneider (Scantum DW), Florian Grauthoff (Goldbeck), Marco Albrecht (Drees & Sommer) sowie Timo Meisner (Lidl Deutschland) thematisieren spezifische Projektanforderungen, energetische Ausstattungen und Aspekte der Nutzerseite.
Schwerpunkte der Fachebene bis 2030
- —Auswirkungen der veränderten Zinslandschaft auf die Transformationsgeschwindigkeit im Segment
- —Wandlung der Nachfrageprofile durch Branchen wie E-Commerce, Gesundheitswirtschaft und Verteidigungsgüter bis 2030
- —Strategien für die Ertüchtigung von Bestandsbauten im Kontext regulatorischer Vorgaben wie ESG und GModGs
- —Verfügbarkeit von Netz- und Energiekapazitäten als zentrales Kriterium bei der Standortwahl
Trotz makroökonomischer Herausforderungen behauptet das Segment der Industrie- und Logistikimmobilien seinen Stellenwert im deutschen Anlagemarkt. Die Fachtagung in Berlin fasst die aktuellen Handlungsfelder zusammen und zeigt auf, welche Kriterien für Eigentümer wie Entwickler in den kommenden Jahren standortentscheidend bleiben.














