Vermieter, die sich zum Erwerb von Immobilien auf Überbrückungskredite verlassen haben, könnten nun mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert werden. Hintergrund dieser Entwicklung sind die steigenden Hypothekenzinsen für Buy-to-let-Immobilien und die gleichzeitig verschärften Stresstests der Kreditgeber. Diese Faktoren reduzieren die Rentabilität vieler Investitionen und erschweren die Umschuldung.
Die durchschnittlichen Zinssätze für zweijährige Buy-to-let-Hypotheken sind deutlich gestiegen. Aktuell liegen sie bei 5,36 %, was einen Anstieg gegenüber den 4,88 % im September 2025 darstellt. Diese Entwicklung unterstreicht den Druck, der auf den Finanzierungsstrukturen vieler Immobilieninvestoren lastet, insbesondere derer, die eine kurzfristige Finanzierung durch Überbrückungskredite gewählt hatten, um schnell auf dem Markt agieren zu können.
Auswirkungen auf die Refinanzierung
Überbrückungskredite sind per Definition kurzfristige Finanzierungsinstrumente, die in der Regel eine Laufzeit von wenigen Monaten bis zu einem Jahr haben. Sie sind dafür gedacht, eine Immobilienakquisition zu ermöglichen, bevor eine langfristige Finanzierung, meist in Form einer Buy-to-let-Hypothek, abgeschlossen werden kann. Die steigenden Zinssätze erschweren nun die Ablösung dieser Überbrückungskredite durch langfristige Darlehen.
Die verschärften Stresstests der Kreditgeber bedeuten, dass bei der Prüfung der Finanzierungsfähigkeit eines Vermieters strengere Kriterien angelegt werden. Dies beinhaltet oft höhere Zinsbelastungen und eine genauere Betrachtung der Mietrendite im Verhältnis zu den potenziellen Finanzierungskosten. Für viele Vermieter könnte dies bedeuten, dass sie entweder keine geeignete langfristige Hypothek zu akzeptablen Konditionen erhalten oder ihre ursprünglich kalkulierten Erträge signifikant sinken.
Marktprognosen und Risikomanagement
Experten beobachten die Entwicklungen am Markt genau. Die Kombination aus steigenden Finanzierungskosten und strengeren Kreditvergabestandards könnte zu einem Anstieg von Verkäufen durch Vermieter führen, die ihre Finanzierungsverpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Dies betrifft insbesondere jene, die mit hohen Beleihungsquoten oder in weniger liquiden Marktsegmenten investiert haben.
- —Überprüfung der aktuellen und zukünftigen Finanzierungskonditionen.
- —Analyse der Mietrendite im Verhältnis zu den gestiegenen Zinsbelastungen.
- —Mögliche Liquiditätsplanung für unvorhergesehene Kosten oder Refinanzierungsschwierigkeiten.














