Das in Los Angeles ansässige Technologieunternehmen StageLynk hat eine auf künstlicher Intelligenz basierende Plattform für Studiosuche und Produktionsplanung im Film- und Fernsehsektor vorgestellt. Die Plattform des Startups, das zudem über eine Niederlassung in Chicago verfügt, führt Eigentümer von Studioflächen und Produktionsunternehmen digital zusammen.
Das Verzeichnis umfasst zum Start ein Portfolio von knapp 17 Millionen Quadratfuß Studiofläche, verteilt auf rund 1.200 Tonbühnen und Studiohallen in zentralen Produktionszentren. Zu den abgedeckten Märkten zählen Los Angeles, New York, Atlanta, Vancouver, Toronto sowie Großbritannien.
Vereinfachter Vermietungsprozess in einem anspruchsvollen Marktumfeld
Bislang erforderte die Anmietung geeigneter Produktionsstätten langwierige Abstimmungen über Telefonate, E-Mails und Tabellenkalkulationen. StageLynk bündelt diese Abläufe in einem zentralen Marktplatz. Wie Mitgründer Brett Robbins erläuterte, der das Unternehmen gemeinsam mit Will Krug ins Leben gerufen hat, zielt das Produkt darauf ab, Angebot und Nachfrage effizient zu vernetzen sowie Transaktionen direkt abzuwickeln.
Bestandteil der Anwendung ist das Werkzeug StageScout, ein digitaler Produktionsassistent. Das System analysiert neben den reinen Gebäudeparametern auch standortrelevante Rahmenbedingungen für Filmprojekte:
- —Staatliche und regionale Förderprogramme sowie steuerliche Anreize
- —Behördliche Genehmigungsverfahren und gewerkschaftliche Vorgaben
- —Lokale Produktionsbedingungen und verfügbare Infrastruktur im Umfeld
- —Eignung von Außen- und Naturmotiven in der Umgebung der Studios
Wachsende Konkurrenz um Produktionsprojekte
Für Studiobetreiber dient die Plattform als Marketing- und Akquiseinstrument, mit dem Verfügbarkeiten in Echtzeit dargestellt werden können. Dies soll Leerstandszeiten verringern und Buchungsabläufe beschleunigen.
Historisch betrachtet hätten sich Eigentümer primär auf bestehende Kontakte und ein knappes Flächenangebot verlassen können, so Robbins. Ein jüngster Rückgang der Film- und Serienproduktionen in den Vereinigten Staaten bei gleichzeitig neu fertiggestellten Kapazitäten habe die Ausgangslage jedoch spürbar verändert. Vermieter stünden nun vor der Herausforderung, aktiv um Produktionen zu werben und neue Wege zur Belegung ihrer Flächen zu beschreiten.














