Die REALOGIS Unternehmensgruppe, ein führendes Beratungsunternehmen für Industrie- und Logistikimmobilien sowie Gewerbegrundstücke in Deutschland, registrierte in den ersten drei Quartalen des Jahres 2026 einen Flächenumsatz von insgesamt 332.000 Quadratmetern auf dem Berliner Logistik- und Industrieimmobilienmarkt. Dieser Wert lag 9 Prozent unter dem umsatzstarken Vorjahreszeitraum von 329.000 Quadratmetern, bezieht sich jedoch ausschließlich auf Hallenflächen, die 300.500 Quadratmeter beziehungsweise 91 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten. Ergänzend entfielen 21.400 Quadratmeter (6 Prozent) auf Büroflächen und 10.100 Quadratmeter (3 Prozent) auf Mezzaninflächen.
Fünf bedeutende Abschlüsse trugen maßgeblich zum Gesamtvolumen bei und vereinten 37 Prozent des Flächenumsatzes auf sich. Dazu gehörten JD Logistics mit 41.430 Quadratmetern und weiteren 28.070 Quadratmetern, ASML mit 27.000 Quadratmetern, TACWRK mit 14.000 Quadratmetern sowie acut fulfillment mit 11.520 Quadratmetern. Alexander Ego, Geschäftsführer der REALOGIS Immobilien Berlin GmbH, kommentierte, dass die hohe Konzentration des Marktgeschehens auf wenige großvolumige Abschlüsse bemerkenswert sei. Er führte aus, dass Unternehmen aus den Segmenten Logistik und Handel ihren Flächenbedarf ungeachtet des hohen Mietniveaus weiterhin konsequent umsetzten. Die breite Verteilung der übrigen Abschlüsse über diverse Größenklassen spreche zudem für eine insgesamt tragfähige Nachfragebasis.
Mieten und Flächenarten
Die Mietpreisentwicklung zeigte sich stabil auf hohem Niveau. Die Spitzenmiete verharrte zum Ende des dritten Quartals bei 10,50 Euro pro Quadratmeter, was dem Niveau des Vorjahreszeitraums entsprach und 6 Prozent über dem aktuellen 5-Jahresdurchschnitt von 9,94 Euro pro Quadratmeter lag. Die Durchschnittsmiete blieb ebenfalls stabil bei 8,10 Euro pro Quadratmeter und übertraf den 5-Jahresdurchschnitt von 7,80 Euro pro Quadratmeter um 4 Prozent. Bestandsobjekte dominierten den Flächenumsatz mit 190.200 Quadratmetern, was 57 Prozent des Gesamtvolumens ausmachte. Die Abschlüsse von JD Logistics, TACWRK und acut fulfillment trugen hierzu zusammen 53.590 Quadratmeter bei, entsprechend 28 Prozent des Bestandsumsatzes. Neubauten auf ehemaligen Brownfields erreichten 103.900 Quadratmeter (31 Prozent), wovon knapp zwei Drittel auf JD Logistics (41.430 Quadratmeter) und ASML (27.000 Quadratmeter) entfielen. Neubauten auf der Grünen Wiese machten 37.900 Quadratmeter (12 Prozent) des Gesamtflächenumsatzes aus.
Big-Box-Flächen stellten mit 243.100 Quadratmetern (73 Prozent) die führende Gebäudeart dar. Gewerbeparks erreichten 48.600 Quadratmeter (15 Prozent), während sonstige Objekte 40.300 Quadratmeter (12 Prozent) umfassten. Mietabschlüsse bildeten mit 283.700 Quadratmetern (85 Prozent) den Großteil des Flächenumsatzes, während Eigennutzer 48.300 Quadratmeter (15 Prozent) beanspruchten.
Regionale Verteilung und Branchenschwerpunkte
Das Berliner Stadtgebiet behauptete mit 153.600 Quadratmetern beziehungsweise 46 Prozent die Spitzenposition unter den Regionen. Hierbei war Berlin Süd mit 80.900 Quadratmetern (53 Prozent) führend, wobei die Abschlüsse von JD Logistics und ASML sich dort auf 55.070 Quadratmeter summierten und 68 Prozent des Flächenumsatzes ausmachten. Es folgten Berlin Nord mit 25.700 Quadratmetern (17 Prozent), Berlin West mit 25.300 Quadratmetern (16 Prozent) und Berlin Ost mit 21.700 Quadratmetern (14 Prozent). Das Berliner Umland Süd erreichte 134.300 Quadratmeter (41 Prozent), mit Beiträgen von JD Logistics, TACWRK und acut fulfillment, die zusammen 66.950 Quadratmeter ausmachten. Umland West und Nord trugen 24.100 Quadratmeter (7 Prozent) beziehungsweise 20.000 Quadratmeter (6 Prozent) bei. Im Berliner Umland Ost wurden keine Vermietungsabschlüsse verzeichnet.
Branchenseitig waren Logistik- und Speditionsunternehmen mit 119.400 Quadratmetern (36 Prozent) federführend, wobei die JD Logistics-Abschlüsse und der acut fulfillment-Abschluss 81.020 Quadratmeter (68 Prozent) des Branchenumsatzes ausmachten. Der Handel folgte mit 90.500 Quadratmetern (27 Prozent), aufgeteilt in 59.200 Quadratmeter (65 Prozent) im klassischen Handel und 31.300 Quadratmeter (35 Prozent) im E-Commerce. TACWRK trug hierbei 14.000 Quadratmeter bei. Industrie und Produktion belegten mit 69.600 Quadratmetern (21 Prozent) den dritten Rang, wobei der ASML-Abschluss 27.000 Quadratmeter (39 Prozent) dieses Branchensegments darstellte. Die Sammelkategorie „Sonstiges“ erreichte 52.500 Quadratmeter (16 Prozent).
Großflächen ab 10.001 Quadratmetern bestimmten das Marktgeschehen mit 163.100 Quadratmetern, was 49 Prozent des Gesamtflächenumsatzes entsprach. Die fünf größten Abschlüsse repräsentierten 75 Prozent dieses Volumens. Flächen zwischen 5.001 und 10.000 Quadratmetern folgten mit 68.900 Quadratmetern (21 Prozent). Demnach entfielen 70 Prozent des Gesamtflächenumsatzes auf Abschlüsse ab 5.001 Quadratmetern. Die Segmente 3.001 bis 5.000 Quadratmeter sowie 1.000 bis 3.000 Quadratmeter erreichten 50.600 Quadratmeter (15 Prozent) beziehungsweise 37.600 Quadratmeter (11 Prozent). Kleinstflächen unter 1.000 Quadratmetern trugen 11.800 Quadratmeter (4 Prozent) bei.













