Nach mehrjähriger Planungs- und Genehmigungsphase fiel der offizielle Startschuss für den Bau der Munich Arena. Am symbolischen ersten Spatenstich nahmen unter anderem Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Staatsminister Dr. Florian Herrmann, Freisings Oberbürgermeisterin Monika Schwind sowie Marek Lieberberg, Geschäftsführer von Live Nation GSA, und Lorenz Schmid, Managing Partner der Munich Arena, teil. In direkter Nachbarschaft zum internationalen Flughafen München entsteht eine rein privat finanzierte Konzertarena mit einem Investitionsvolumen von mehr als 400 Millionen Euro.
Der Neubau soll rund 20.000 Besuchern Platz bieten und fungiert als Kern eines weitläufigen Live-Entertainment-Campus. Auf dem Areal sind ergänzend ein Musik-Hotel sowie ein eigener Mobility-Hub vorgesehen. Lorenz Schmid betonte beim Festakt, dass man nach intensiver Vorbereitung nun den vollen Fokus auf die bauliche Realisierung richte. Die Eröffnung der Konzertarena ist für das Jahr 2029 terminiert.
Architektur und konzeptionelle Ausrichtung
Der Entwurf stammt von dem Londoner Architekturbüro Populous, das international unter anderem für The O2 in London, Co-op Live in Manchester und The Sphere in Las Vegas bekannt ist. Die planerische Gesamtverantwortung übernimmt das Münchner Büro HENN als Generalplaner. Gestalterisches Kennzeichen des kreisrunden Baukörpers mit einem Durchmesser von rund 100 Metern und einer Höhe von etwa 34 Metern ist ein Exoskelett, dessen äußere Tragstruktur das Muster der bayerischen Raute aufgreift.
Das Raumkonzept folgt dem Leitsatz „Music First“ und richtet Sichtachsen sowie Akustik vorrangig auf Live-Musik aus. Eine hufeisenförmige, über 270 Grad geführte Zuschauertribüne mit steil ansteigenden Rängen soll das Publikum nah an das Bühnengeschehen heranführen. Ergänzt wird die Halle durch integrierte Lounges, Restaurants und weitere Hospitality-Flächen. Marek Lieberberg hob hervor, dass München durch die Arena künftig als erste Anlaufstelle für internationale Großtourneen in Deutschland und Europa etabliert werden soll.
Wirtschaftliche Effekte für Freising und die Region
Neben dem kulturellen Angebot setzt das Projekt spürbare wirtschaftliche Impulse. Einer Untersuchung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte zufolge werden bereits für die Bau- und Planungsphase gesamtwirtschaftliche Effekte von rund 390 Millionen Euro prognostiziert. Nach der Inbetriebnahme rechnet die Studie mit einer jährlichen Bruttowertschöpfung von etwa 355 Millionen Euro für die Region — wovon insbesondere die lokale Hotellerie, Pensionen, Gastronomiebetriebe und der Einzelhandel profitieren sollen.
Freisings Oberbürgermeisterin Monika Schwind unterstrich die internationale Strahlkraft des Projekts, das die Stadt Freising sowohl kulturell als auch wirtschaftlich langfristig stärken könne. Ministerpräsident Markus Söder bezeichnete das Vorhaben als sichtbares Signal privater Investoren für den Standort Bayern und die regionale Infrastruktur.














