Die SIM Gruppe, ein etablierter Partner für Investment und Management von Wohnimmobilien in Deutschland, hat im Rahmen eines umfangreichen Mandats für ein Family Office zwei Transaktionen im Bereich notleidender Kredite (NPL) realisiert. Dies umfasste den Erwerb mehrerer Einzeldarlehen mit einem nominalen Volumen von circa 55 Millionen Euro. Diese Darlehen sind durch ein vielschichtiges Wohnimmobilienportfolio besichert, welches rund 2.500 Verwaltungseinheiten umfasst.
Das Mandat, das bereits seit Oktober 2025 besteht, beinhaltete für die SIM Gruppe neben dem Sourcing der Transaktionen auch die detaillierte Analyse der Objekte sowie die Bewertung der wirtschaftlichen und strukturellen Risiken des gesamten Portfolios. Basierend auf diesen Erkenntnissen wurde eine umfassende Strategie für den Erwerb und die darauffolgende operative Stabilisierung der Bestände entwickelt. Mit dem Erwerb des Portfolios übernimmt die SIM Gruppe zudem das Asset- und Property Management sowie die strategische Entwicklung und Verwertung der Immobilien.
Strategische Herausforderungen und geplante Maßnahmen
Die Ausgangslage des Portfolios wird als anspruchsvoll bewertet. Mehrere der betroffenen Gebäude weisen signifikante Leerstände auf. Zusätzlich befinden sich Teile der früheren Eigentümerstrukturen in Insolvenzverfahren. Die Komplexität wird durch punktuell herausfordernde Mikrolagen und eine bauliche Überalterung einzelner Bestände weiter erhöht. Ein Teil der Immobilien ist für eine kurzfristige Veräußerung vorgesehen. Für die verbleibenden Objekte sind gezielte Maßnahmen zur Stabilisierung der Vermietung, zur Steigerung der Einnahmen sowie punktuelle Modernisierungen geplant. Die Umsetzung dieser Strategie ist im Wesentlichen für die Jahre 2026 und 2027 anberaumt.
Benjamin Spieler, Geschäftsführer der SIM Gruppe, erläuterte, dass bei dieser Transaktion die interdisziplinären Stärken der Gruppe zum Tragen kamen. Er betonte die Bedeutung pragmatischer Entscheidungen, kurzer Entscheidungswege und einer ausgeprägten Hands-on-Mentalität in solchen Situationen. Spieler hob hervor, dass gerade bei NPL-Transaktionen eine integrierte Betrachtung von Immobilien, Finanzierung und operativer Umsetzung essenziell sei; die Rolle der SIM Gruppe reiche dabei über das reine Bestandsmanagement hinaus.
Erweiterung des Leistungsspektrums
Für die SIM Gruppe stellt dieses Mandat eine strategische Erweiterung des Leistungsspektrums dar. Neben der operativen Bewirtschaftung gewinnen Beratungs- und Strukturierungsleistungen bei komplexen Transaktionen zunehmend an Bedeutung, insbesondere bei Portfolios mit Restrukturierungsbedarf oder aus Sondersituationen. Benjamin Spieler führte weiter aus, dass Investitionen idealerweise bereits in der Analysephase begleitet, mögliche Lösungswege strukturiert und die gewählte Strategie anschließend operativ umgesetzt werden. Der Einstieg in das Management von NPL-Portfolios sei ein logischer Schritt für das Unternehmen.
Er prognostizierte, dass in den kommenden Jahren vermehrt Bestände mit Restrukturierungsbedarf oder NPLs auf den Markt kommen werden. Mit ihrer integrierten Aufstellung aus Asset Management, Property Management und operativer Umsetzung sieht sich die SIM Gruppe in der Lage, solche Situationen strukturiert zu begleiten und zu entwickeln. Die Darlehensportfolios wurden von sowohl deutschen als auch ausländischen Kreditinstituten erworben. Die rechtliche Beratung während der Transaktionen erfolgte durch die Kanzlei Noerr. Die Zusammenarbeit mit dem Family Office ist auf eine langfristige Partnerschaft ausgelegt; weitere Transaktionen sind bereits in Planung.














