Die RQI Immobilien AG, ein auf Bestandsoptimierung, Bestandsentwicklung und Nutzungskonversion spezialisierter Immobilieninvestor, hat gemeinsam mit der Frankfurter Westend Bank AG ein Wohnkonversionsprojekt in Frankfurt-Rödelheim akquiriert. Die Transaktion, durchgeführt über das gemeinsame Joint Venture „RQI Smart Living in Frankfurt“, betrifft die Liegenschaft Niddagaustraße 42. Das Gesamtprojektvolumen wird auf rund 50 Millionen Euro beziffert.
Gegenstand des Erwerbs ist eine bereits begonnene, jedoch infolge der Insolvenz eines Projektentwicklers unterbrochene Umnutzung einer ehemaligen Büroimmobilie. Das Objekt umfasst eine Bruttogrundfläche von etwa 8.400 Quadratmetern und soll zu einem Wohnensemble mit über 100 Einheiten weiterentwickelt werden. Das Nutzungskonzept sieht eine Differenzierung in Mikroapartments, Serviced Apartments und Townhouses vor, um unterschiedliche Wohnbedürfnisse am Frankfurter Markt zu adressieren. Der Vermarktungsbeginn ist für das Frühjahr 2028 geplant.
Strategische Ausrichtung und Partnerschaft
Mit diesem Erwerb setzt RQI ihre Investitionsstrategie fort, die auf Sondersituationen, Restrukturierungen und wertsteigernde Bestandsentwicklungen ausgerichtet ist. Im Fokus stehen Immobilien, die aufgrund technischer, wirtschaftlicher oder rechtlicher Ausgangssituationen komplexe Herausforderungen aufweisen, deren Potenziale jedoch durch eine integrierte Steuerung von Ankauf, Finanzierung, Entwicklung und Vermarktung erschlossen werden können. Die Transaktion unterstreicht die Kompetenz von RQI, anspruchsvolle Immobilieninvestments auch in einem schwierigen Marktumfeld gemeinsam mit Kapitalpartnern umzusetzen.
Prof. Dr. Nico Rottke, Vorstandsvorsitzender der RQI Immobilien AG, führte aus, dass die Übernahme, Restrukturierung, Fertigstellung, Vermietung und Veräußerung einer aus einem Insolvenzverfahren stammenden, unterbrochenen Projektentwicklung zu den anspruchsvollsten Aufgaben der Branche gehöre und die Kernkompetenz von RQI darstelle. Die Westend Bank AG, eine Tochtergesellschaft des Hopp Family Office, erweitert mit dieser Initiative ihre bestehende Zusammenarbeit mit RQI.
Thomas Rosenfeld, Vorstandsvorsitzender der Westend Bank AG, betonte, RQI bringe umfangreiche Expertise in der Restrukturierung und Entwicklung anspruchsvoller Bestandsimmobilien ein, welche die Finanzierungs- und Strukturierungskompetenz der Bank ideal ergänze. Beide Partner sehen in dieser Kooperation erhebliches Potenzial für die gemeinsame Erschließung weiterer Investitionsmöglichkeiten. Juristisch wurde die Transaktion von der Wirtschaftskanzlei Arnecke, Sibeth, Dabelstein begleitet.
Potenziale der Bestandsentwicklung
Das Joint Venture verfolgt mit der geplanten Entwicklung in Frankfurt-Rödelheim einen Ansatz, der auf die Transformation bestehender Gebäudesubstanz zu langfristig marktfähigem Wohnraum abzielt. Durch die Kombination verschiedener Wohnformen soll eine breite Zielgruppe angesprochen und der Nachfrage nach kompakten, flexiblen sowie urbanen Wohnangeboten im Rhein-Main-Gebiet begegnet werden. Dieses Vorhaben ist exemplarisch für die Investmentstrategie der RQI, Immobilien in wirtschaftlichen oder strukturellen Sondersituationen zu identifizieren, deren Nutzungsperspektiven neu zu definieren und durch gezielte Wertschöpfungsmaßnahmen nachhaltig im Markt zu positionieren.














