Die RMA Rheinau GmbH & Co. KG hat auf den steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum reagiert, welcher als kritischer Faktor für die Gewinnung und Bindung von Fachkräften gilt. Am Unternehmensstandort Rheinau wurde ein zweieinhalbgeschossiges Wohngebäude realisiert, das insgesamt acht Wohneinheiten für Auszubildende und Mitarbeitende umfasst. Die Konzeption und Umsetzung erfolgte in Kooperation mit WeberHaus.
Die Entscheidung zur Investition in eigene Mitarbeiterwohnungen wurde durch den zunehmenden Mangel an günstigem Wohnraum in der Region begründet. Andreas Truttenbach, Geschäftsführer der RMA, erläuterte, dass das Unternehmen angesichts der notwendigen überregionalen Suche nach Fachkräften die Frage des Wohnraums für neue Mitarbeitende als immer wichtiger erachtet. Zuvor angemietete Wohnungen führten zu hohem Verwaltungsaufwand, zudem ist der RMA-Standort mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur eingeschränkt erreichbar. Dies führte zur Notwendigkeit, Wohnraum direkt am Unternehmensstandort zu schaffen.
Vielfältige Wohnformen und Fördermaßnahmen
Das neu errichtete Gebäude bietet unterschiedliche Wohnformen, die auf verschiedene Lebenssituationen zugeschnitten sind. Für Auszubildende wurden Apartments mit zwei Schlafzimmern, Küche, Bad und einem gemeinschaftlichen Aufenthaltsbereich konzipiert. Ergänzend dazu stehen kompakte Einzimmer-Apartments und Zwei-Zimmer-Wohnungen zur Verfügung, die auch für Mitarbeitende mit Partnern oder Familien geeignet sind. Geschäftsführer Truttenbach hob hervor, dass Mitarbeiterwohnungen für jedes wachstumsorientierte Unternehmen essenziell seien, da sie neuen Kolleginnen und Kollegen den Start im Unternehmen und in der Region maßgeblich erleichtern.
Die Projektentwicklung wurde durch ein Förderprogramm der L-Bank für Unternehmen unterstützt, die Wohnraum für ihre Beschäftigten schaffen. Dieses Programm fördert den Bau unter anderem durch zinsverbilligte Darlehen. Voraussetzung hierfür ist die Errichtung energieeffizienter und nachhaltiger Wohnungen, die den Anforderungen des Neubaustandards Plus entsprechen. Diese Kriterien passten zur gewählten Holzfertigbauweise und zum Nachhaltigkeitsanspruch des RMA-Projekts.
Nachhaltigkeit und Effizienz im Holzfertigbau
RMA entschied sich bewusst für die Holzfertigbauweise. Andreas Truttenbach betonte, dass der Baustoff Holz gut zur Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens passe. Das zweieinhalbgeschossige Gebäude mit Satteldach ist zudem mit einer Photovoltaikanlage zur regenerativen Stromerzeugung ausgestattet. Ein signifikanter Vorteil der Holzfertigbauweise manifestierte sich in der kurzen Bauzeit. Wand-, Decken- und Dachelemente wurden industriell vorgefertigt und anschließend auf der Baustelle montiert. Innerhalb von acht Tagen war das Gebäude geschlossen und witterungsgeschützt, wodurch der Innenausbau unmittelbar im Trockenen erfolgen konnte.
Neben der kurzen Montagezeit bietet die Holzfertigbauweise eine hohe Planungssicherheit und eine gleichbleibende Ausführungsqualität durch die präzise Vorfertigung. Die hochgedämmte Gebäudehülle trägt zur hohen Energieeffizienz bei. Holz als nachwachsender Baustoff, der Kohlenstoff bindet, entspricht zudem dem Nachhaltigkeitsanspruch des Projekts. Für die Umsetzung wählte RMA mit WeberHaus einen regionalen Partner, dessen wettbewerbsfähiges Angebot und regionale Verbundenheit ausschlaggebend waren. Arndt Kückenthal, Vertriebsleiter des WeberHaus Objektbaus, unterstrich die wachsende Bedeutung von Mitarbeiterwohnungen als Antwort auf den Wettbewerb um Fachkräfte und die Herausforderung des Wohnraums.
Mit dem fertiggestellten Wohngebäude reagiert RMA auf die veränderten Rahmenbedingungen am Arbeits- und Wohnungsmarkt. Kurze Wege zwischen Wohnung und Arbeitsplatz erleichtern den Einstieg für neue Mitarbeitende und Auszubildende und reduzieren die Abhängigkeit von individuellen Transportmitteln. Das Projekt stellt somit eine Investition in die Unternehmensentwicklung dar und demonstriert, wie Unternehmen zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums beitragen sowie Fachkräftesicherung, nachhaltiges Bauen und regionale Zusammenarbeit miteinander verbinden können.














