Im unterfränkischen Ebern im Landkreis Haßberge hat der Freistaat Bayern das Richtfest für den Neubau der Landesbaudirektion begangen. Für das Vorhaben im Ortszentrum, das auf dem Areal eines ehemaligen Kinos sowie einer Gaststätte realisiert wird, stellt das Land rund 31,4 Millionen Euro bereit. Die Fertigstellung und der Bezug des Gebäudes sind für das kommende Jahr vorgesehen.
Das Bauvorhaben zeichnet sich durch einen hohen ökologischen Standard aus. Es handelt sich um einen klimafreundlichen Holzbau, der digital geplant wurde und im laufenden Betrieb nahezu energieautark konzipiert ist. Im Zuge der behutsamen Arealentwicklung bleibt ein alter Kastanienbaum inmitten des Baufelds erhalten und wird künftig das Zentrum des Innenhofs bilden.
Kapazitätserweiterung und zukunftsfähige Verwaltungsstruktur
Mit der Fertigstellung des Verwaltungsgebäudes wird die Landesbaudirektion ihre personellen Kapazitäten deutlich erweitern. Während gegenwärtig 71 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort tätig sind, soll die Belegschaft künftig auf mindestens 100 Beschäftigte anwachsen. Bayerns Bauminister Christian Bernreiter hob anlässlich der Feierlichkeiten hervor, dass die Maßnahme gezielt berufliche Perspektiven und moderne Arbeitsplätze außerhalb der Ballungsräume schaffe, um gleichwertige Lebensverhältnisse im Freistaat zu fördern.
- —Fachaufsicht und Koordination anspruchsvoller Hochbauvorhaben für das Bundesverteidigungsministerium
- —Begleitung anstehender Milliardeninvestitionen der US-Gaststreitkräfte am Standort Grafenwöhr
- —Vorantreiben verkehrstechnischer Innovationen wie dem autonomen Fahren und der Digitalisierung des bayerischen Straßennetzes
- —Erprobung alternativer Antriebe, darunter der Einsatz von E-Lkw im Straßenbetriebsdienst
Wachsendes Aufgabenvolumen im Bundes- und Straßenbau
Als Bindeglied der bayerischen Staatsbauverwaltung bündelt die Landesbaudirektion Vorhaben aus dem Hoch- sowie dem Straßenbau und unterstützt die Staatlichen Bauämter. Besondere Priorität besitzen gegenwärtig Maßnahmen für die zivile Verteidigung und das Militär. Allein im laufenden Jahr wurden im bayerischen Bundesbau bereits über 400 Millionen Euro umgesetzt; in den kommenden Jahren wird mit einem Anstieg des Volumens auf bis zu eine Milliarde Euro jährlich gerechnet.
Bauminister Bernreiter dankte dem Staatlichen Bauamt Schweinfurt für die zügige Umsetzung des Projekts. Bayern bekenne sich klar zur Bundeswehr und internationalen Bündnispartnern, weshalb der Schaffung einer erstklassigen baulichen Infrastruktur und der personellen Stärkung der zuständigen Direktion eine zentrale Rolle zukomme.














