Die GLS Bank hat in Wolfsburg das Richtfest für die sogenannten Woodscraper gefeiert. Diese Gebäude stellen die ersten Holzhochhäuser der Stadt dar und befinden sich in den Hellwinkel Terrassen. Das Projekt ist auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ausgerichtet und integriert ein soziales Mietkonzept. An der Veranstaltung nahm der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Bauen, Grant Hendrik Tonne, teil, ebenso wie der Stadtbaurat Kai-Uwe Hirschheide. Weitere Beteiligte waren Vertreter der mitfinanzierenden Banken DZ HYP und NBank, die Architekten Jörg Finkbeiner und Klaus Günter von Partner und Partner Architektur, Sven Schmittbüttner von der Unternehmensgruppe Krebs als Bauherrenvertretung sowie Phillip Heidemann von der KVL Bauconsult GmbH, welche die Projektsteuerung verantwortet.
Die beiden Woodscraper-Gebäude umfassen eine Gesamtwohnfläche von 8.000 Quadratmetern, aufgeteilt in 106 Wohneinheiten. Ein signifikanter Anteil von 45 Prozent dieser Wohneinheiten wird sozial gefördert. Die Konstruktion der insgesamt zwölf Wohngeschosse beider Häuser erfolgt in Holzbauweise. Dabei kommen Massivholzkonstruktionen und vorgefertigte Holzelemente zum Einsatz. Lediglich die Treppenhäuser werden aus brandschutztechnischen Gründen in Beton ausgeführt.
Nachhaltigkeit und soziale Ausrichtung im Fokus
Von Beginn der Planung an verfolgt die GLS Bank zusammen mit ihren Partnern einen zirkulären Ansatz. Dies bedeutet, dass die Baustoffe der Hochhäuser größtenteils sortenrein rückbaubar und wiederverwendbar sind. Die Wohnungen sind zudem mit flexiblen und veränderbaren Grundrissen konzipiert, um eine langfristige Anpassung an sich wandelnde Bedürfnisse und Lebenssituationen zu ermöglichen. Ziel ist es, Wohnraum für verschiedene Generationen, Lebensphasen und Familien zu bieten, der bezahlbar ist, sozialverträgliche Mieten und stabile Nebenkosten gewährleistet.
Das Konzept geht über die reine Wohnfunktion hinaus. Ein Café im Erdgeschoss eines der Hochhäuser, eine gemeinschaftlich nutzbare Dachterrasse sowie Außenflächen sind als Orte der Begegnung und des Miteinanders vorgesehen. Minister Tonne äußerte beim Richtfest, die Woodscraper demonstrierten, wie moderner Wohnungsbau realisiert werden könne: unter Einsatz von Holz als nachhaltigem Baustoff, mit einem hohen Anteil an geförderten Wohnungen sowie einem Konzept, das auf Kreislauffähigkeit und niedrigen Energieverbrauch setze. Er betonte die Notwendigkeit solcher Projekte in wachsenden Städten, um bezahlbaren Wohnraum mit neuen baulichen Lösungen zu verbinden. Wolfsburg setze damit ein starkes Signal für zukunftsfähiges Bauen in Niedersachsen.
- —Regenerative Energien wie Geothermie und Photovoltaik sichern eine effiziente, schadstofffreie und emissionsarme Energieversorgung.
- —Der EH-40-Effizienzhausstandard und Retentionsgründächer ergänzen das ökologische und energetische Konzept.
- —Ein effizientes Regenwasser- und Drainagemanagement gewährleistet, dass überschüssiges Regenwasser in einer Zisterne gesammelt und zur Bewässerung der Außenanlagen genutzt wird.
- —Holz als natürlicher Baustoff im Innenraum fördert durch seine feuchtigkeitsregulierenden Eigenschaften ein angenehmes Raumklima.
Christian Eickhoff, Geschäftsführer der GLS Woodscraper GmbH & Co. KG, ergänzte, dass das Ziel darin bestehe, sozial gerechten Wohnraum zu schaffen, der gleichzeitig umweltfreundlich und zukunftsfähig sei. Durch die Holzhochhäuser solle vielen Menschen Zugang zu qualitativ hochwertigem Wohnraum ermöglicht werden.














