Rexford Industrial Realty hat im dritten Quartal die Neuausrichtung vom führenden Käufer zum bedeutenden Verkäufer von Industrieimmobilien in Südkalifornien vorangetrieben. Der in Los Angeles ansässige Real Estate Investment Trust schloss im Berichtszeitraum Objektverkäufe im Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden US-Dollar ab. Dies umfasste 25 Liegenschaften mit einer Gesamtfläche von 5,5 Millionen Quadratfuß, einschließlich der bereits angekündigten Portfoliotransaktion an EQT Real Estate über 1,2 Milliarden US-Dollar.
Mit den jüngsten Abschlüssen summieren sich die Verkäufe von Rexford im laufenden Jahr auf 1,5 Milliarden US-Dollar im Rahmen einer auf 2 Milliarden US-Dollar ausgelegten Portfolioumschichtung. Vorstandschefin Laura Clark erläuterte während der Analystenkonferenz, das Unternehmen rechne damit, den Großteil der verbleibenden 500 Millionen US-Dollar bis zum Jahresende abzuschließen. Zwar führten gestiegene Renditen von US-Staatsanleihen zu höheren Kapitalkosten bei bestimmten Käufern und sorgten für Zurückhaltung, die Verhandlungen über die verbliebenen Verkaufsobjekte verliefen jedoch weiterhin konstruktiv.
Selektive Kapitalallokation und Belebung der Vermietung
Nach Angaben von Chief Operating Officer John Nahas wies das an EQT veräußerte Portfolio eine gewichtete Restlaufzeit der Mietverträge von lediglich 2,7 Jahren auf, während die Bestandsmieten fast 30 Prozent über dem Marktniveau lagen. Zudem trennte sich die Gesellschaft von drei Liegenschaften mit rund 251.000 Quadratfuß für 86 Millionen US-Dollar an Eigennutzer. Akquisitionen tätigte Rexford im dritten Quartal keine. Clark betonte, dass Zukäufe zwar Teil der langfristigen Ausrichtung blieben, andere Formen des Kapitaleinsatzes derzeit jedoch schlicht überzeugender seien.
Auf der Vermietungsseite verzeichnete Rexford ein deutliches Anziehen der Nachfrage. Im dritten Quartal wurden 116 Mietverträge über 3,74 Millionen Quadratfuß abgeschlossen, verglichen mit 2,1 Millionen Quadratfuß im Vorquartal und 3,27 Millionen Quadratfuß im Vorjahreszeitraum. Die Belegungsquote auf vergleichbarer Fläche kletterte von 94,9 Prozent im Vorquartal auf 96,9 Prozent. Auch die effektiven Mietaufschläge bei Neuabschlüssen zogen um 7,1 Prozent an, nachdem sie im Vorquartal noch um 2,8 Prozent gesunken waren. Finanzvorstand Michael Fitzmaurice gab jedoch zu bedenken, dass Verträge aus den Markthöchstphasen der Jahre 2022 und 2023 das Mietwachstum vorübergehend dämpfen könnten.
Finanzlage und verkleinerte Entwicklungspipeline
Der Quartalsumsatz belief sich auf 239,1 Millionen US-Dollar, nach 245,5 Millionen US-Dollar im Vorquartal und 253,2 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Core Funds from Operations betrugen 132,7 Millionen US-Dollar. Beim Reingewinn kehrte das Unternehmen nach einem Vorquartalsverlust von 506,9 Millionen US-Dollar mit 14,6 Millionen US-Dollar in die Gewinnzone zurück, wobei Wertberichtigungen in Höhe von 71,8 Millionen US-Dollar das Ergebnis belasteten.
Gleichzeitig reduzierte Rexford das geplante Entwicklungsvolumen für 2026 von 1,2 Millionen auf 800.000 Quadratfuß. Die aktuelle Pipeline umfasst 2,12 Millionen Quadratfuß an fertiggestellten oder im Bau befindlichen Projekten mit einem Investitionsvolumen von geschätzten 726,8 Millionen US-Dollar. Für November kündigte Nahas den Baubeginn des Projekts Hearst mit 401.000 Quadratfuß am 9000 Airport Boulevard im Teilmarkt South Bay an — ein Vorhaben, das gezielt auf die Nachfrage aus der High-Tech-Fertigung und Logistik ausgerichtet ist.














