Die Joint-Venture-Partner IMPACT Real Estate und Periskop Development haben sich zur Neuentwicklung des Projekts „K51“ in Düsseldorf-Oberbilk, an der Kruppstraße 51, zusammengeschlossen. Das ehemalige Post- und Bürogebäude, gelegen an der Ecke Kruppstraße und Linienstraße, wurde durch einen von Periskop Development beratenen Fonds gemeinsam mit IMPACT Real Estate aus der Insolvenzmasse der Interboden-Gruppe erworben. Periskop Development ist als Kapitalpartner in die Transaktion involviert, während IMPACT Real Estate die vollständige Projektentwicklung verantwortet. Das Objekt, welches seit mehreren Jahren ungenutzt war, wird einer umfassenden Revitalisierung unterzogen.
Das Vorhaben umfasst die Schaffung von 135 Mikro-Apartments mit einer durchschnittlichen Größe von circa 25 Quadratmetern, was einer Gesamt-Wohnfläche von etwa 3.400 Quadratmetern entspricht. Diese Einheiten werden durch diverse Gemeinschaftsflächen ergänzt, darunter ein Fitnessbereich, Co-Working-Räume, eine Waschküche sowie eine Lounge. Die Apartments sind barrierefrei konzipiert und werden ohne Zweckbindung vermietet, um unterschiedliche Zielgruppen wie Berufseinsteiger, Pendler, Projektmitarbeiter, Singles und Studierende anzusprechen.
Erik Aalto, Geschäftsführer von IMPACT Real Estate, erläuterte, dass das Gebäude in Oberbilk weithin bekannt gewesen sei und sein Leerstand wahrgenommen wurde. Man beabsichtige, das Objekt als modernen, vollständig barrierefreien Wohnraum für Personen, die ein kompaktes und zentrales Leben in Düsseldorf suchen, sowie mit einer Kulturfläche im Erdgeschoss, welche das Haus dem Stadtteil wieder zugänglich macht, in das Quartier zurückzuführen. Dr. Simon Kempf, Geschäftsführer von Periskop Development, betonte, die Revitalisierung von K51 sei beispielhaft für die wachsende Bedeutung der Transformation von Bestandsimmobilien zu tragfähigen, zukunftsfähigen Orten in der Stadtentwicklung. Er hob hervor, dass man bewusst auf die Weiterentwicklung des Bestands setze, statt auf Abriss und Neubau, um wirtschaftliche Vernunft mit verantwortungsvollem Umgang grauer Energie und bestehenden Stadtstrukturen zu verbinden.
Nachhaltigkeit und architektonische Besonderheiten
Das in den 1950er Jahren errichtete Gebäude, welches fünf Geschosse an der Kruppstraße und vier Geschosse an der Linienstraße aufweist, wird umfassend saniert. Der viergeschossige Gebäudeteil an der Linienstraße soll in Holzhybridbauweise aufgestockt werden, während die bestehende Kubatur weitestgehend erhalten bleibt. Zum Innenhof hin sind zusätzliche Balkone geplant. Die Sanierung beinhaltet eine vollständige Erneuerung der Gebäudehülle, Fassade und Haustechnik. Das Objekt, das aktuell von Energieberatern als „Worst Performing Building“ eingestuft wird, soll nach Abschluss der Maßnahmen dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 entsprechen und eine Nachhaltigkeitszertifizierung erhalten. Die optimierte Baugenehmigung wird zum Jahreswechsel 2026/2027 erwartet. Nach deren Erteilung beginnen Rückbau und Schadstoffsanierung vor dem eigentlichen Umbau.
Eine Besonderheit des Bestands bilden die teilweise bis zu vier Meter hohen lichten Raumhöhen, die im Apartment-Segment ungewöhnliche Grundrisslösungen, einschließlich Split-Level-Apartments mit getrennten Wohn- und Schlafbereichen, ermöglichen. Im Erdgeschoss an der prominenten Ecke Kruppstraße/Linienstraße ist eine Kulturfläche mit Café vorgesehen, die zur Belebung des Quartiers beitragen soll. Das Mobilitätskonzept umfasst 31 Pkw-Stellplätze im Innenhof, circa 100 Fahrradstellplätze sowie ein Bike-Sharing-Angebot. Der Bauantrag wurde kurz nach dem Ankauf in Abstimmung mit der Stadt eingereicht. Die Fertigstellung des Projekts ist für Ende 2028 oder Anfang 2029 avisiert.














