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Marktanalyse··3 min

Preisentwicklung von Eigentumswohnungen in deutschen A-Städten nach Wohnungsgröße

Eine Analyse der Angebotspreise für Eigentumswohnungen in acht deutschen A-Städten im ersten Halbjahr 2026 zeigt differenzierte Preisentwicklungen je nach Wohnungsgröße.

KI-generiertPreisentwicklung von Eigentumswohnungen in deutschen A-Städten nach Wohnungsgröße – KI-generiertes Symbolbild
Preisentwicklung von Eigentumswohnungen in deutschen A-Städten nach Wohnungsgröße. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Der deutsche Wohnungsmarkt wird durch eine Vielfalt an Anforderungen seitens der Kaufinteressenten geprägt. Diese Diversität, bedingt durch Haushaltsgröße, Lebensphase und individuelle Wohnbedürfnisse, beeinflusst maßgeblich die Nachfrage nach spezifischen Wohnungsgrößen und somit deren Preisentwicklung in Metropolregionen. Eine aktuelle Untersuchung der VON POLL IMMOBILIEN Experten analysierte hierzu die Angebotspreise von Eigentumswohnungen in den acht deutschen A-Städten im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Analyse umfasste fünf definierte Wohnungsgrößen: 25 m² bis 50 m², 51 m² bis 75 m², 76 m² bis 100 m², 101 m² bis 125 m² und ab 126 m² Wohnfläche.

Daniel Ritter, geschäftsführender Gesellschafter bei VON POLL IMMOBILIEN, hebt hervor, dass nicht jede Wohnungsgröße gleichermaßen von der aktuellen Marktentwicklung profitiert. Während einige Segmente deutliche Wertzuwächse verzeichnen, zeigen andere erste Konsolidierungstendenzen. Insbesondere mittelgroße Wohnungen zwischen 51 m² und 100 m² Wohnfläche profitieren demnach in vielen Metropolen von einer hohen Nachfrage, da sie für einen breiten Kreis von Kaufinteressenten finanzierbar bleiben. Größere Wohnungen weisen aufgrund der höheren Gesamtkaufpreise tendenziell einen kleineren Käuferkreis und eine verhaltendere Preisentwicklung auf.

Entwicklung kleiner und mittelgroßer Einheiten

Kleinere Wohnungen im Segment von 25 m² bis 50 m² zeigten insgesamt eine stabile Entwicklung mit einer leicht positiven Tendenz. Die höchsten Preiszuwächse verzeichneten Leipzig mit 5,2 Prozent auf 2.605 €/m² und Düsseldorf mit 5 Prozent auf 4.408 €/m². Moderaten Preissteigerungen gab es in Köln (3,4 Prozent auf 4.755 €/m²), Berlin (3 Prozent auf 5.059 €/m²) und München (2,1 Prozent auf 8.039 €/m²). In Stuttgart stagnierten die Preise in diesem Segment bei -0,7 Prozent auf 4.450 €/m², während Hamburg (-3,8 Prozent auf 5.530 €/m²) und Frankfurt am Main (-6,5 Prozent auf 5.440 €/m²) Rückgänge verzeichneten.

Sebastian Wießner von VON POLL IMMOBILIEN Leipzig und Markkleeberg beschreibt, dass sich der Leipziger Wohnungsmarkt nach Größe, Zielgruppe und Preisniveau ausdifferenziert. Gefragt sind besonders kleinere bis mittlere Einheiten bis circa 75 m² Wohnfläche, was sich auch in kürzeren Vermarktungszeiten zeigt. Er prognostiziert, dass künftig die Kombination aus Lage, intelligentem Grundriss, Energieeffizienz und langfristiger Nutzbarkeit entscheidender sein wird als die maximale Wohnfläche. Bei größeren Wohnungen ist der Käuferkreis kleiner und preissensibler, sodass ein realistischer Angebotspreis und ein überzeugendes Preis-Leistungs-Verhältnis maßgeblich sind.

Das Segment der Wohnungen zwischen 51 m² und 75 m² verzeichnete deutliche Wertzuwächse. In Hamburg stiegen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise um 9 Prozent auf 5.283 €/m², was den zweitstärksten Preisanstieg über alle Wohnungsgrößen darstellt. Leichte Anstiege wurden in Düsseldorf (3,4 Prozent auf 3.946 €/m²), Köln (2,6 Prozent auf 4.192 €/m²) und Berlin (2,5 Prozent auf 4.687 €/m²) beobachtet. Matthias Preuß von VON POLL IMMOBILIEN Hamburg – Alster-Ost erklärt, dass kleine bis mittlere Wohneinheiten aufgrund ihrer finanziellen Attraktivität und vielseitigen Nutzbarkeit (Eigennutzung, Kapitalanlage) sehr begehrt sind. Er betont, dass Kaufinteressenten heute differenzierter vorgehen und neben Lage und Grundriss auch Energieeffizienz und langfristige Finanzierbarkeit in den Vordergrund rücken.

In München (-0,2 Prozent auf 7.433 €/m²), Stuttgart (-0,6 Prozent auf 3.933 €/m²) und Leipzig (-0,7 Prozent auf 2.561 €/m²) stagnierten die Preise für Wohnungen dieser Größe. Lediglich in Frankfurt am Main gab es einen leichten Rückgang von -3,4 Prozent auf 5.100 €/m².

Dynamik im mittleren Preissegment

Im Segment der Wohnungen zwischen 76 m² und 100 m² wurde die stärkste Marktdynamik beobachtet. Düsseldorf erreichte hier mit einem Plus von 9,3 Prozent auf 4.440 €/m² nicht nur die höchste Steigerung in diesem Bereich, sondern den insgesamt stärksten Preisanstieg der gesamten Analyse.

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