Die Allgemeine SÜDBODEN führte auf dem Campus Neue Balan in München, einer Ansiedlung von Unternehmen mit rund 8.500 Mitarbeitenden, eine Umfrage zum Thema Präsenzverhalten und Home-Office durch. Die Ergebnisse der Erhebung, die vom 2. Februar bis 16. März 2026 stattfand, zeigen eine deutliche Präferenz für bestimmte Wochentage im Hinblick auf die Büronutzung.
Dienstag und Donnerstag weisen die höchste Vor-Ort-Präsenz auf. Am Dienstag waren 85,3 Prozent der Befragten physisch anwesend, am Donnerstag 84,6 Prozent. Der Mittwoch liegt mit 83,1 Prozent nur geringfügig darunter. Montags sind 53,7 Prozent der Befragten im Unternehmen, während der Freitag mit 39,0 Prozent die geringste Präsenzrate aufweist. Dieses Muster wurde konsistent über kleine, mittelgroße und große Unternehmen beobachtet.
Einschätzungen zur Lernkurve und Karriereentwicklung
Ein wesentlicher Aspekt der Umfrage betrifft die Bewertung der Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten im Büro. 78,3 Prozent der Teilnehmenden stimmten der Aussage zu, dass sie im Büro durch Austausch, Beobachtung und Mentoring mehr lernen als im Home-Office. Diese Einschätzung findet sich auch in Bezug auf die Karriereentwicklung jüngerer Fachkräfte wieder: 52,2 Prozent der Befragten äußerten die Ansicht, dass vor allem jüngere Kolleginnen und Kollegen ihre Karriere gefährden könnten, wenn sie exzessiv Home-Office nutzen. Hierzu hatten 16,7 Prozent keine Meinung, während 13 Prozent dieser Aussage überhaupt nicht zustimmten.
Betreffend die eigene Arbeitsweise gaben 72,2 Prozent der Befragten an, in der Regel an drei oder mehr Tagen pro Woche physisch anwesend zu sein. Davon entfallen 29,8 Prozent auf drei Präsenztage und 19,9 Prozent auf vier Tage vor Ort. Weitere 22,5 Prozent sind nach eigener Aussage an allen fünf Arbeitstagen der Woche auf dem Campus tätig.
Präferenzen für flexible Arbeitsmodelle
Die Umfrageergebnisse deuten auf eine Präferenz für flexible Arbeitsmodelle hin. Die größte Zustimmung unter den Teilnehmenden (43,9 Prozent) erhielt das Modell von zwei Home-Office-Tagen pro Woche. Ein Großteil der Befragten äußerte zudem Bedenken bezüglich des Home-Office-Verhaltens einiger Kollegen: 53,7 Prozent waren der Meinung, dass einzelne Kollegen das Home-Office überbeanspruchen und häufiger im Büro erscheinen sollten.
Bettina Krause, Leiterin Vermietung bei der Allgemeinen SÜDBODEN, kommentierte die Ergebnisse mit der Feststellung, dass ein Arbeitsmodell, welches Präsenz- und Home-Office-Tage kombiniert, die Interessen von Mitarbeitenden und Unternehmen optimal verbindet. Für Vermieter bedeutet dies, dass Büros mit einer flexiblen Mischung aus klassischen Arbeitsplätzen und Flächen für Begegnungen und Besprechungen besonders gefragt sind.














