Die Bauarbeiten für die erste Phase des Aerial Port of Debarkation (APOD) der US-Luftwaffe am polnischen Flughafen Wrocław-Strachowice werden durch die PORR als Generalunternehmer umgesetzt. Das Projekt, dessen Fertigstellung für das Jahr 2029 vertraglich vereinbart ist, erfolgt im Auftrag der Regionalen Infrastrukturverwaltungsbehörde in Wrocław.
Das gesamte Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 100 Millionen Euro, was etwa 438 Millionen Polnischen Złoty entspricht. Innerhalb der kommenden drei Jahre entsteht am Flughafen Wrocław-Strachowice eine von insgesamt vier geplanten Logistikbasen, welche Polen zur Unterstützung der US-Streitkräfte errichtet. Der APOD Wrocław-Strachowice ist dabei als militärische Luftumschlagbasis konzipiert, welche die Aufnahme und Abfertigung von Personal, Ausrüstung und Material ermöglicht.
Strategische Bedeutung und Projektumfang
Grundlage für dieses Infrastrukturvorhaben ist das Enhanced Defense Cooperation Agreement (EDCA) zwischen Polen und den Vereinigten Staaten. Die neue Infrastruktur soll die Verteidigungsfähigkeit der Region stärken sowie die logistischen und operativen Möglichkeiten der in Polen stationierten Truppen verbessern. Dies unterstreicht die Relevanz des Projekts für die regionale und internationale Sicherheitsarchitektur.
Die PORR verantwortet im Rahmen der Realisierung des APOD die Umsetzung von fünf spezifischen Komponenten. Diese umfassen essenzielle Infrastrukturelemente, die für den Betrieb einer militärischen Luftumschlagbasis erforderlich sind. Die Fertigstellung der Bauarbeiten sowie die anschließende Zertifizierung der militärischen Flughafeninfrastruktur als integrierter Bestandteil des internationalen Flughafens sind ebenfalls für 2029 vorgesehen. Damit soll der APOD vollumfänglich zur Abfertigung von Militärflugzeugen einsatzbereit sein.
- —Ein Flugzeugvorfeld mit vier Abstellpositionen, ausgelegt für Transportflugzeuge des Typs C-5 Galaxy.
- —Ein weiteres Flugzeugvorfeld mit drei Abstellpositionen, vorgesehen für Flugzeuge des Typs C-130 Hercules.
- —Rollwege, die eine direkte Anbindung an die Vorfelder gewährleisten.
- —Ein Gebäude für die militärische Flughafenfeuerwehr.
- —Ein Betriebsgebäude für den technischen Flughafendienst.
Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR, betonte die langjährige Expertise seines Unternehmens in der Planung und Errichtung von sicherheitsrelevanten Gebäuden sowie der Flughafeninfrastruktur. Er hob hervor, dass das aktuelle Projekt die Kompetenz der PORR bei der Realisierung komplexer und strategisch bedeutender Infrastrukturvorhaben demonstriere. Die PORR agiere dabei als verlässlicher Partner und setze ein Kernprojekt um, das zur Stärkung der Sicherheit und der wirtschaftlichen Entwicklung in Polen beitragen soll.














