Die EDEKA-Tochter Fleischhof Rasting GmbH modernisiert ihre Produktionsinfrastruktur im rheinischen Meckenheim grundlegend. Direkt angrenzend an den bestehenden Betrieb errichtet der Baukonzern PORR eine neue Produktionsanlage, die als Ersatz für den bisherigen Standort aus dem Jahr 1984 dient. Das zweigeschossige Hauptgebäude wird über eine Bruttogeschossfläche von 29.360 Quadratmetern verfügen und soll ab dem Jahr 2028 den operativen Betrieb aufnehmen.
Hintergrund der Investition ist der strukturelle Wandel der Produktpalette: Fleischhof Rasting hat sich im Laufe der Jahrzehnte von einem reinen Fleisch- und Wursthersteller zu einem Produzenten für Fertiggerichte und Produkte im wachsenden Convenience-Segment entwickelt. Die bisherigen Bestandsgebäude boten für die gestiegenen Kapazitätsanforderungen keinen ausreichenden Raum mehr. Nach der Fertigstellung sollen am Standort Meckenheim jährlich rund 95.000 Tonnen Fleisch-, Wurst- und Conveniencewaren für EDEKA-Supermärkte hergestellt werden.
Umfangreiche Gebäudeinfrastruktur auf dem Werksgelände
Der Neubau umfasst neben den reinen Produktionsflächen im zweistöckigen Kerngebäude auch Verwaltungs- und Sozialbereiche, eine Kantine, Schulungsräume, Umkleiden sowie definierte Lager- und Technikzonen. Ergänzend zum Hauptkomplex entstehen zwei separate Nebengebäude. Eines dieser Bauwerke beherbergt eine Technikzentrale zur zentralen Kälteerzeugung, während das zweite für eine biologische Abwasserbehandlungsanlage vorgesehen ist, die das Betriebsabwasser mithilfe von Mikroorganismen reinigt.
- —Bruttogeschossfläche von insgesamt 29.360 Quadratmetern auf zwei Geschossen
- —Geplante Jahresproduktion von circa 95.000 Tonnen ab dem Jahr 2028
- —Errichtung von zwei Nebengebäuden für zentrale Kältetechnik und Abwasserreinigung
Anspruchsvolle Anforderungen an Hygiene und Gebäudetechnik
Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR, verweist auf die veränderten Ernährungsgewohnheiten und die damit gestiegenen Maßstäbe an moderne Industriebauten der Food-and-Beverage-Branche. Die Umsetzung erfordert eine enge Taktung vor Ort, bei der bis zu 15 Gewerke parallel tätig sind. Zur Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften kommen unter anderem spezielle Trennwandsysteme, widerstandsfähige Bodenbeschichtungen sowie industrielle Systembaukomponenten zum Einsatz, die eine vollständige Nassreinigung aller Bauteile ermöglichen.
Eine wesentliche bauliche Herausforderung stellt zudem die Konzeption der Raumlufttechnik dar. Installiert wird eine hocheffiziente Kältetechnik mit integrierter Lufttrocknung nach dem Kathabar-Prinzip — hierbei wird die gekühlte Luft indirekt und zugfrei in die Arbeits- und Produktionsbereiche eingebracht, um Temperatur und Feuchtigkeit präzise zu steuern.














