Die PORR AG, ein Unternehmen im Bauwesen und damit indirekt im Immobilienbereich tätig, hat eine tief nachrangige, unbefristete Wandelschuldverschreibung mit einem Gesamtvolumen von 150 Millionen Euro erfolgreich am Markt platziert. Diese Platzierung umfasst eine vorzeitige Rückzahlungsoption für die Gesellschaft und kann bis zum ersten Zinsanpassungstag in neue oder bestehende Stammaktien ohne Nennbetrag der PORR AG umgewandelt werden. Der Emissionserlös soll die finanzielle Stärke des Unternehmens untermauern und die Wachstumsinitiativen der PORR AG beschleunigen.
Karl-Heinz Strauss, CEO der PORR Group, äußerte, dass diese Platzierung die finanzielle Basis stärke, um die Marktposition in den sieben Heimmärkten weiter auszubauen und notwendige Flexibilität für Wachstumsinitiativen bereitzustellen. Der strategische Fokus liege weiterhin auf intelligentem Wachstum unter Berücksichtigung von „Green and Lean“-Prinzipien.
Details der Emission und finanzielle Auswirkungen
Die Nettoemissionserlöse aus der Begebung der Schuldverschreibung sind für die Erhöhung der finanziellen Flexibilität vorgesehen. Sie sollen das organische oder anorganische Wachstum beschleunigen und allgemeinen Unternehmenszwecken dienen. Im IFRS-Konzernabschluss wird diese Schuldverschreibung als Eigenkapital klassifiziert, was die Bilanzstruktur des Unternehmens stärkt.
Die Platzierung erfolgte im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens (Accelerated Bookbuilding) und richtete sich ausschließlich an institutionelle Investoren in bestimmten Jurisdiktionen außerhalb der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Bezugsrechte bestehender Aktionäre wurden dabei ausgeschlossen. Die Verzinsung der Schuldverschreibung beträgt bis zum 30. September 2031 2,750 Prozent pro Jahr. Danach passt sich der Zinssatz an die Summe aus dem jeweils anwendbaren 5-Jahres-Euro-Mid-Swapsatz und einer Marge von 900 Basispunkten an. Ein anfänglicher Wandlungspreis von 42,90 Euro pro Aktie entspricht einer Wandlungsprämie von 30 Prozent auf den Referenzaktienkurs von 33,00 Euro. Dies basiert auf einem Volumen von circa 3,5 Millionen Aktien, was etwa 8,9 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals der PORR entspricht.
Die Schuldverschreibung wird zu pari mit einer Stückelung von 100.000 Euro begeben. Das Settlement wird voraussichtlich am oder um den 30. September 2026 erfolgen. Für die Schuldverschreibung wird die Einbeziehung in den Handel im Vienna MTF der Wiener Börse beantragt. Zusätzlich wurde eine Lock-up-Periode von 90 Kalendertagen nach dem Begebungstag vereinbart, vorbehaltlich marktüblicher Ausnahmen und eines Verzichts der Joint Global Coordinators und Bookrunners.
Beteiligte und begleitende Transaktionen
Zeitgleich mit der Platzierung der Schuldverschreibung führten die Joint Global Coordinators und Bookrunners eine Delta-Platzierung durch. Diese ermöglichte Zeichnern der Schuldverschreibung, die ihr Marktrisiko absichern wollten, den Verkauf bestehender Aktien im Rahmen von Leerverkäufen an vermittelte Käufer. Aus diesen Aktienverkäufen im Zusammenhang mit dem zeitgleichen beschleunigten Platzierungsverfahren erhält die PORR AG keine Erlöse.
- —BofA Securities, Raiffeisen Bank International (in Kooperation mit ODDO BHF) und UniCredit fungierten als Joint Global Coordinators und Bookrunners für die Transaktion.
- —Lilja & Co. beriet die PORR AG als unabhängiger Finanzberater.














