Hochhäuser stellen aufgrund ihrer vielfältigen Nutzergruppen, komplexen technischen Infrastrukturen sowie hohen Sicherheitsanforderungen besondere Ansprüche an das Gebäudemanagement. Das international agierende PropTech Pocket House hat sich auf die Entwicklung digitaler Lösungen spezialisiert, die Büro- und Mixed-Use-Türme in vernetzte, effizient betriebene und serviceorientierte Immobilien überführen. Das Unternehmen interpretiert Hochhäuser dabei nicht ausschließlich als physische Bauwerke, sondern als digitale Plattformen und somit als vertikale Quartiere.
Eine Kernherausforderung in modernen Hochhäusern ist die Integration unterschiedlicher technischer Systeme und Anbieter. Komponenten wie Zutrittskontrollen, Aufzugssysteme, Paketlösungen, Mobilitätsangebote, Raum- und Flächenmanagement sowie Kommunikationssysteme agieren häufig isoliert voneinander. Pocket House schafft hier Abhilfe, indem es diese einzelnen Elemente über intelligente Schnittstellen miteinander verbindet und eine kohärente digitale Infrastruktur etabliert. Dies ermöglicht es verschiedenen Hardware- und Systemkomponenten, miteinander zu kommunizieren und zentral gesteuert zu werden.
Intelligente Vernetzung bestehender Strukturen
Esther Schwedler, Head of Germany Operations & Strategy bei Pocket House Deutschland, hebt hervor, dass ein Hochhaus erst dann als wirklich intelligent funktioniere, wenn seine unterschiedlichen Systeme interoperabel seien. Pocket House verbindet bestehende technische Strukturen zu einer digitalen Infrastruktur, die sowohl den Betrieb als auch die Nutzung des Gebäudes optimiert. Eine signifikante Rolle kommt dabei dem digitalen Zutritts- und Besuchermanagement zu. In komplexen Hochhausumgebungen mit einer Vielzahl von Unternehmen, Mitarbeitern, Bewohnern, Gästen und Dienstleistern ist die effiziente Steuerung von Zugangsberechtigungen essenziell. Pocket House bündelt diese Prozesse digital und ermöglicht eine zentrale Verwaltung von Zutrittsrechten, Räumen und Besuchern. Dabei können Systeme verschiedener etablierter Anbieter wie Schindler, dormakaba, SALTO, 2N, KONE oder Glutz integriert werden, wodurch Sicherheitsanforderungen intelligent mit einem hohen Nutzerkomfort verbunden werden.
Digitalisierung im Gebäudebestand durch Retrofit-Ansatz
Die Digitalisierung durch Pocket House ist auch für bestehende Hochhäuser konzipiert. Das Unternehmen verfolgt einen technischen Retrofit-Ansatz, bei dem nicht die gesamte vorhandene Infrastruktur ausgetauscht wird. Stattdessen werden gezielt einzelne Hardwarekomponenten ergänzt oder ersetzt und über Schnittstellen in eine gemeinsame digitale Struktur integriert. Dies ermöglicht die Realisierung automatisierter Abläufe im Bestand und minimiert gleichzeitig den Aufwand und die Kosten eines vollständigen Umbaus. Ein konkretes Anwendungsbeispiel hierfür ist der DC2 Tower in Wien. In diesem 175 Meter hohen Gebäude, das 53 Stockwerke umfasst und neben Wohnungen auf 30 Etagen Büroflächen von jeweils rund 980 Quadratmetern bereithält, digitalisiert Pocket House zentrale Prozesse und Dienstleistungen für die unterschiedlichen Nutzergruppen. Büro- und Wohnnutzer erhalten bedarfsgerechte Bereiche, unter anderem zur Verwaltung und Buchung gemeinschaftlich genutzter Flächen.
- —Danube Flats (Österreichs höchstes Wohnhochhaus)
- —DC Tower 1
- —TwentyTwo Towers
- —Kibb Leywand
Der DC2 Tower ergänzt somit die bereits vorhandene Expertise von Pocket House in Wien, die unter anderem die Realisierung von Lösungen in den Danube Flats, im DC Tower 1 und in den TwentyTwo Towers umfasst. Durch Schnittstellen zu Partnern wie myRenzBox, MO.Point und Tableconnect lassen sich weitere Gebäudedienstleistungen, Paketlösungen und Mobilitätsangebote nahtlos integrieren. Auf diese Weise entsteht eine zentrale digitale Ebene, die technische Systeme, Services und unterschiedliche Nutzergruppen miteinander verbindet. Pocket House ist aktuell in insgesamt sieben Towern, sowohl im Wohn- als auch im Bürosegment, implementiert, darunter Kibb Leywand, High Five Tower und die Porr Zentrale Tower. Das Portfolio umfasst somit klassische Büroimmobilien, große Mixed-Use-Gebäude sowie umfangreiche Quartiersentwicklungen.














