PGIM Real Estate, der weltweit zweitgrößte Immobilien-Investmentmanager mit einem verwalteten und verwahrten Real-Estate-Vermögen von 219 Milliarden US-Dollar, hat ein Entwicklungsgrundstück in Unterschleißheim bei München erfolgreich veräußert. Der Erwerber ist ein europäischer Infrastrukturinvestor. Die Transaktion umfasst ein Areal, das spezifisch für die Entwicklung eines Rechenzentrums vorgesehen ist und über eine gesicherte Stromversorgung verfügt.
Das betreffende Projekt wurde im Jahr 2024 vom geschlossenen Value-Add-Fonds European Value Partners (EVP) II von PGIM erworben. Ein wesentliches Merkmal des Standorts ist die zur Verfügung stehende Leistung von 30 Megavoltampere (MVA). Für das geplante Rechenzentrum liegen bereits eine Baugenehmigung sowie alle erforderlichen Genehmigungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) vor. Die angestrebte Power Usage Effectiveness (PUE) des künftigen Rechenzentrums liegt bei 1,2.
Strategische Entwicklung und Markthintergrund
Nabil Mabed, Head of Value Add Europe, Real Estate bei PGIM, erklärte, dass mit der Veräußerung des Standorts in München die Wertsteigerung realisiert werde, die durch die Sicherung der Genehmigungen und des Netzanschlusses erzielt wurde. Er betonte, dass diese Transaktion die Expertise von PGIM unterstreiche, geeignete Immobilien in Metropolregionen zu identifizieren und diese zu rechenzentrumsfähigen Projekten zu entwickeln. Diese Strategie schaffe Mehrwert für Investoren, regionale Unternehmen und künftige Endnutzer.
Mabed wies außerdem auf die anhaltend attraktiven Investitionsmöglichkeiten im europäischen Rechenzentrumsmarkt hin. Die Nachfrage wird maßgeblich durch die zunehmende Nutzung von Künstlicher Intelligenz getrieben. Demgegenüber steht ein begrenztes Angebot, bedingt durch die Knappheit an geeigneten Grundstücken und ausreichenden Stromkapazitäten.
Bedeutung des Standorts München
Die Wahl des Standorts München ist strategisch begründet. Die bayerische Landeshauptstadt beherbergt mehrere große Unternehmen, darunter sieben der 40 DAX-Konzerne, sowie führende deutsche Universitäten. Als drittgrößte Stadt Deutschlands verfügt München über den Internet-Knotenpunkt DE-CIX, einen von insgesamt sieben Connectivity-Hubs des Landes. Zudem profitiert die Region von Fernglasfaserleitungen, welche München mit Ost- und Südeuropa verbinden und somit eine hervorragende Infrastrukturanbindung gewährleisten.














