Der Neubau der Mensa am Campus Deutz der TH Köln wird künftig nach Plänen der Penzel Valier AG aus Zürich errichtet. Das Schweizer Architekturbüro konnte sich in einem zweistufigen Wettbewerbsverfahren durchsetzen und überzeugte die Jury mit einem Entwurf, der voraussichtlich ab dem Jahr 2031 umgesetzt wird.
Die Wettbewerbsjury hatte zunächst aus insgesamt zwölf Einreichungen drei Konzepte für eine Überarbeitungsphase ausgewählt. In der finalen Bewertungsrunde wurde der Entwurf der Penzel Valier AG als überzeugend bewertet, insbesondere aufgrund der konsequenten Umsetzung der Überarbeitungshinweise und des umfassenden Verständnisses für die komplexen Projektanforderungen.
Nachhaltigkeit und Gebäudestruktur im Fokus
Eine zentrale Leitidee des prämierten Entwurfs ist das Prinzip des Urban Mining. Dies beinhaltet die teilweise Wiederverwendung von Elementen des Altbestands, darunter Stützen, Treppenhauskerne und Wände der Halle Nord. Aus diesen vorhandenen Materialien und der bestehenden Gebäudestruktur wird eine Ästhetik entwickelt, die die industrielle Prägung des Stadtteils Deutz reflektiert und einen Dialog zwischen Beständigem und Neuem schafft.
Dieser Ansatz des Urban Mining wird laut Jury durch einen Low-Tech-Ansatz in der Gebäudetechnik ergänzt. Elemente wie die Maximierung der Tageslichtnutzung, natürliche Lüftung und die Verwendung vorhandener Abwärme wurden als stimmig und zeitgemäß beurteilt. Die Gebäudestruktur ist bewusst simpel und adaptierbar konzipiert. Der industrielle Charakter sowie das Zusammenspiel von Bestehendem und Hinzugefügtem bilden ein stimmiges gestalterisches und funktionales Gesamtkonzept für den Standort. Die weit geöffnete Fassade zum Platz hin mit einer zweigeschossigen Speisesaalzone wird als großzügiges Entree und als vielseitig nutzbarer Bereich beschrieben, besonders in den wärmeren Monaten.
Der Entwurf wurde zudem für seine Atmosphäre und die hohe Aufenthaltsqualität für Nutzer und Personal positiv hervorgehoben. Diese Aspekte tragen zur Funktionalität und zum Wert des entstehenden Gebäudes bei.














