Das britische Office for Budget Responsibility (OBR) hat seine Prognosen für das Wachstum der Wohnimmobilienpreise für die Jahre 2026 und 2027 nach unten korrigiert. Die unabhängige fiskalische Überwachungsbehörde des Vereinigten Königreichs begründet diesen Schritt mit den weiterhin erhöhten Hypothekenzinsen sowie einer stagnierenden Lohnentwicklung, die den Handlungsspielraum potenzieller Erwerber spürbar einschränken.
Dämpfende Faktoren für die Preisentwicklung
Die Anpassung der Schätzungen spiegelt veränderte Rahmenbedingungen auf dem Markt wider. Während frühere Modelle von einer robusteren Erholung ausgingen, wirken die anhaltend hohen Zinskosten nun länger auf die Erschwinglichkeit von Wohneigentum ein. Da das Lohnwachstum nicht im erhofften Maße Schritt hält, reduziert sich die finanzielle Tragfähigkeit für viele Käufer, was den Aufwärtsdruck auf die Immobilienpreise in den kommenden Jahren dämpft.
Neben der Verlangsamung des Preiswachstums erwartet das OBR auch eine spürbare Abkühlung der Marktaktivität. Die Zahl der Immobilientransaktionen soll nach den aktualisierten Berechnungen um 4 Prozent niedriger ausfallen als in früheren Prognosen angenommen. Dieser Rückgang verdeutlicht die anhaltende Zurückhaltung auf Käufer- wie auch auf Verkäuferseite.
Wesentliche Kernpunkte der Revision
- —Abwärtskorrektur der Prognosen für das Hauspreiswachstum in den Jahren 2026 und 2027
- —Belastung der Erschwinglichkeit durch anhaltend hohe Hypothekenzinsen
- —Dämpfender Einfluss einer stagnierenden Reallohnentwicklung
- —Rückgang der erwarteten Immobilientransaktionen um 4 Prozent im Vergleich zu früheren Schätzungen
Die Kombination aus restriktiven Finanzierungsbedingungen und gedämpfter Kaufkraft führt dazu, dass der Markt länger als erwartet in einer Phase verhaltener Dynamik verharrt. Die revidierten Berechnungen der Behörde unterstreichen die Sensitivität des Immobiliensektors gegenüber den gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten im Vereinigten Königreich.














