In Recklinghausen wurde kürzlich ein weiterer Meilenstein für ein umfangreiches Neubauprojekt der Polizei in Nordrhein-Westfalen gesetzt. Am Standort Westring entstehen die Zentrale Polizeiliche Liegenschaft sowie ein Regionales Trainingszentrum. Die Gesamtfläche aller im Bau befindlichen Gebäude beläuft sich auf rund 48.000 Quadratmeter Bruttogrundfläche. Die Fortschritte auf der Baustelle sind bereits sichtbar, die Fundamentarbeiten sind weit fortgeschritten und zwei Baukräne prägen das Baufeld. Dieses Vorhaben unterstreicht die Modernisierung der polizeilichen Infrastruktur des Landes.
Der neue Standort wird künftig verschiedene zentrale Funktionen bündeln. Dazu gehören Verwaltungsdienststellen des Polizeipräsidiums Recklinghausen, die Hundertschaft, mehrere Kriminalkommissariate, eine Fahrzeugwerkstatt sowie der polizeiärztliche Dienst. Ein Parkhaus und das Regionale Trainingszentrum Recklinghausen ergänzen das Ensemble. Letzteres ist als moderne Aus- und Fortbildungsstätte für Einsatzkräfte der Polizeipräsidien Recklinghausen, Gelsenkirchen und Oberhausen konzipiert.
Symbolische Grundsteinlegung und Nachhaltigkeitsanspruch
Im Rahmen der Grundsteinlegung wurde eine Zeitkapsel befüllt und symbolisch eingemauert. An diesem Akt nahmen der NRW-Innenminister Herbert Reul, Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen, Bürgermeister Axel Tschersich, Landrat Bodo Klimpel, Albert ten Brinke vom Projektentwickler Ten Brinke sowie Ruth Nienhaus, Architektin und Partnerin bei JBR PARTNER, teil. Die Kapsel enthält verschiedene Zeitdokumente für nachfolgende Generationen. Dazu zählen ein Bauplan des Projekts, das Polizeiwappen, ein von Innenminister Reul, Polizeipräsidentin Zurhausen sowie 40 neuen Polizeibeamten und einem Regierungsinspektor unterzeichnetes Schriftstück mit dem Amtseid, ein Exemplar des Grundgesetzes und eine Tageszeitung.
Innenminister Herbert Reul betonte, dass Gebäude allein keine Sicherheit gewährleisten, sondern dies die Aufgabe der Polizistinnen und Polizisten sei. Er führte aus, dass die Gesellschaft, die diesen Einsatz erwarte, auch die Rahmenbedingungen für eine adäquate Arbeit und Ausbildung schaffen müsse. Das Bauvorhaben sei somit mehr als ein Betonfundament; es lege ein verlässliches Fundament für eine starke Polizei und die Sicherheit der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen. Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen hob hervor, dass eine moderne Polizei zeitgemäße Gebäude benötige, da sich der Auftrag seit dem Bau der alten Polizeiunterkunft grundlegend verändert habe und die Anforderungen gestiegen seien. Sie verwies auf die Schaffung von Synergien durch die Zusammenführung von Dienststellen.
Albert ten Brinke, CEO von Ten Brinke, äußerte sich erfreut über die Errichtung eines modernen Polizeiquartiers, welches sowohl die hohen Anforderungen polizeilicher Arbeit als auch architektonische Qualität erfülle. Er betonte den Beitrag zur öffentlichen Infrastruktur der Region in Zusammenarbeit mit dem Land Nordrhein-Westfalen, der Polizei und den kommunalen Partnern. Landrat Bodo Klimpel äußerte seinen Stolz über die Realisierung eines Projekts dieser Größenordnung im Kreis Recklinghausen, das ein Bekenntnis zur Region und eine Investition in die Sicherheit darstelle. Bürgermeister Axel Tschersich hob die Bedeutung der Einrichtung als Standortfaktor für Recklinghausen hervor und würdigte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Polizei in der Planungs- und Genehmigungsphase.
Die Realisierung des Projekts erfolgt durch das international tätige Unternehmen Ten Brinke als Projektentwickler und Bauunternehmen. Die Planung stammt vom Architekturbüro JBR PARTNER aus Münster. Das Bauvorhaben strebt eine BNB-Zertifizierung in Silber an, um eine besonders ressourcenschonende und zukunftsfähige Bauweise zu dokumentieren. Die Gebäude werden zudem nach dem Energieeffizienzstandard GEG 40 errichtet. Ein europaweites Vergabeverfahren ging dem Bauvorhaben voraus. Nach der Vertragsunterzeichnung im Jahr 2024 und dem symbolischen Spatenstich im Mai 2026 schreitet die Realisierung planmäßig voran.













