Im August 2024 entwickelte sich das Segment der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser zum stärksten Bereich innerhalb des Europace Hauspreisindex (EPX). Die Preise für Neubauten stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,49 Prozent und erreichten einen Höchststand von 245,26 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahresmonat registrierten diese Preise einen Anstieg von 3,34 Prozent.
Der deutsche Immobilienmarkt zeigte sich im Gesamtbild stabil. Der Gesamtindex erhöhte sich im August lediglich um 0,15 Prozent auf 222,54 Punkte, was einem Plus von 1,68 Prozent im Jahresvergleich entspricht. Auch im Segment der Eigentumswohnungen war ein minimaler Preisanstieg zu verzeichnen; der Index stieg im August um 0,14 Prozent auf 219,85 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Preise hier um 0,26 Prozent höher.
Konträr dazu verzeichnete der Index für bestehende Ein- und Zweifamilienhäuser einen leichten Rückgang. Nach einem deutlichen Anstieg im Juli sanken die Preise im August um 0,26 Prozent auf 202,51 Punkte. Bestandsimmobilien blieben im Jahresvergleich jedoch weiterhin 1,26 Prozent über dem Niveau des Vorjahres. Stefan Münter, Europace-Vorstand und Co-CEO, merkte hierzu an, dass der Neubau im August das auffälligste Segment im EPX darstelle. Er führte weiter aus, dass das Plus von 0,49 Prozent im Monatsvergleich und 3,34 Prozent im Jahresvergleich darauf hinweise, dass der Neubau für Verbraucher zunehmend weniger erschwinglich werde und in den letzten zwölf Monaten leicht stärker gestiegen sei als die Inflationsrate.
Entwicklung der Angebotspreise und Mietmärkte
Eine Analyse der VALUE AG zeigt eine zweigeteilte Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt hinsichtlich der Angebotspreise. Die Angebotspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser verzeichneten im August erneut einen leichten Anstieg, während Eigentumswohnungen den dritten Monat in Folge nachgaben. Die Jahresrate für Eigentumswohnungen sank auf ein Prozent. Der Median der Angebotspreise für Ein- und Zweifamilienhäuser lag bundesweit bei 2.666 Euro pro Quadratmeter, was einem Plus von 0,16 Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Dies markierte den fünften monatlichen Anstieg in Folge, mit einem Jahreswachstum von 2,6 Prozent.
Im Bereich der Eigentumswohnungen sanken die Angebotspreise auf 3.553 Euro pro Quadratmeter, ein Rückgang von 0,30 Prozent gegenüber Juli. Bereits im Juni wurde ein Minus von 0,32 Prozent und im Juli von 0,23 Prozent verzeichnet. Die Jahresrate fiel damit auf 1,0 Prozent, den niedrigsten Wert seit Januar 2025, nach über fünf Prozent zu Jahresbeginn. Die Angebotsmieten hingegen zeigten sich dynamischer, mit 9,93 Euro pro Quadratmeter (kalt) im August, einem Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Mietmarkt bleibt damit das Segment mit der höchsten Dynamik, wobei die Augustwerte als vorläufig gelten.
Sebastian Hein, Director Marktdaten bei der VALUE AG, kommentierte, dass in beiden Kaufsegmenten auf Monatssicht kaum Bewegung festzustellen sei und Angebots- sowie Transaktionsseite im Rauschen um die Nulllinie lägen. Die entscheidende Entwicklung des Sommers zeige sich jedoch im Jahresvergleich: Die Jahresrate der Eigentumswohnungen sei von über fünf Prozent zu Jahresbeginn auf ein Prozent gefallen, während Bestandshäuser ihren Vorsprung halten konnten. Diese Rangfolge werde sowohl durch Angebots- als auch durch Transaktionsdaten bestätigt.














