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Projektentwicklung··3 min

Neubau des Fraunhofer IKS in Garching bei München eröffnet

In Garching bei München wurde der Neubau des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme IKS feierlich eröffnet, der Forschung und architektonische Innovation verbindet.

KI-generiertNeubau des Fraunhofer IKS in Garching bei München eröffnet – KI-generiertes Symbolbild
Neubau des Fraunhofer IKS in Garching bei München eröffnet. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Auf dem Fraunhofer-Campus in Garching bei München ist das neue Gebäude des Fraunhofer-Instituts für Kognitive Systeme IKS fertiggestellt und feierlich in Betrieb genommen worden. Das Bauwerk, konzipiert als moderner Forschungsbau, setzt einen architektonischen Akzent und ist auf die Förderung von Vernetzung, Kommunikation sowie die Generierung neuer Ideen ausgelegt. Die Planung und der Entwurf verantwortete Telluride Architektur, ein Büro, das auf intelligente Infrastruktur im Bildungs-, Forschungs- und Gesundheitswesen spezialisiert ist.

Anlässlich der Eröffnung waren verschiedene Persönlichkeiten anwesend, darunter Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie sowie stellvertretender Ministerpräsident, und Prof. Dr. Gerhard Kramer, Vizepräsident der Technischen Universität München. Die Veranstaltung betonte die Rolle architektonischer Innovationen für die Stärkung der Forschung und die Schaffung gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Mehrwerts, wobei der Neubau des Fraunhofer IKS als exemplarisches Modell dient.

Architektur als kognitives Prinzip

Die im Fraunhofer IKS betriebene Forschung konzentriert sich auf sichere Künstliche Intelligenz und die Resilienz autonomer intelligenter Systeme. Dieses Forschungsthema wurde durch Telluride Architektur in die physische Raumgestaltung überführt, indem Kognition zum architektonischen Leitprinzip erhoben wurde. Hubert Juranek, Geschäftsführender Gesellschafter von Telluride Architektur, erklärte, dass Architektur – vergleichbar der Erforschung kognitiver Systeme – Wahrnehmung, Vernetzung und Erfahrung als fundamentale Prinzipien räumlicher Organisation versteht und dadurch neue Forschungsarbeitsformen ermöglicht.

Die Planungen basierten auf der Telluride Kommunikationskultur, welche ein tiefes Verständnis für die Nutzerbedürfnisse entwickelt. Vicente Menchero, Architekt und Projektleiter, führte aus, dass zukünftiger Erfolg daran gemessen werde, wie stark sich forschende Spezialisten mit dem architektonischen Ergebnis identifizieren können. Die zentrale Vision war die räumliche Adaption einer Wissensbibliothek für das digitale Zeitalter, wobei das Konzept einer Bibliothek als erfahrbares architektonisches Motiv im Neubau umgesetzt wurde.

Das Herzstück des rund 8.450 Quadratmeter umfassenden Forschungsgebäudes bildet ein großzügiges Atrium. Dieses dient nicht nur als Erschließungszone, sondern fungiert als zentraler Begegnungs- und Kommunikationsort, der die verschiedenen Bereiche des Instituts verbindet und den Austausch als integralen Bestandteil der Architektur hervorhebt. Um das Atrium sind individuell gestaltbare Arbeits- und Forschungsbereiche gruppiert, die an unterschiedliche Anforderungen und Arbeitsweisen adaptierbar sind. Dies schafft ein räumliches Netzwerk, das sowohl formelle als auch informelle Interaktionen sowie diverse Forschungsansätze fördert und die Kommunikation zwischen den Forschenden unterstützt. Die hohe räumliche Flexibilität und die Möglichkeit zur Anpassung an künftige Entwicklungen stellen ein Novum im Forschungsbereich dar und machen das Gebäude selbst zu einem Bestandteil der institutionellen Innovationskultur. Herr Menchero merkte an, das Atrium erhöhe die Sichtbarkeit und fördere den Austausch, was die Identifikation mit dem Standort stärke und dessen Attraktivität im Wettbewerb um qualifizierte wissenschaftliche Fachkräfte verbessere.

Städtebauliche Vernetzung und nachhaltige Ausstattung

Im Erdgeschoss verbindet das Atrium das Gebäude mit dem angrenzenden Anger, während es in den oberen Geschossen eine sowohl interne als auch externe Vernetzung herstellt. Ein Gebäudekern im Westen bildet das konstruktive und funktionale Rückgrat des Hauses, gegenüber liegen flexibel nutzbare Geschossflächen für die Arbeitswelten des Instituts. Städtebaulich übernimmt das Fraunhofer IKS eine verbindende Rolle zwischen den Forschungsgebäuden Fraunhofer IGCV und Fraunhofer AISEC der Fraunhofer-Gesellschaft sowie dem Gebäudekomplex der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Technischen Universität München. Der Neubau fungiert somit als Scharnier innerhalb des Campus, stärkt die Vernetzung unterschiedlicher Forschungsbereiche und bildet einen integrierenden Baustein der "Innovationsschmiede Fraunhofer".

Die Außenansicht des Gebäudes prägt eine texturierte, leichte und transluzente Fassade. Ein Sonnenschutz reguliert die Anforderungen der Arbeits- und Forschungsbereiche und unterstützt das energetische Konzept. Die technische Ausstattung, die eine leistungsfähige und zukunftsfähige Forschungsinfrastruktur gewährleistet, umfasst unter anderem eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und eine Wärmeversorgung über Fernwärme.

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