Siebzig Jahre nach der Eröffnung des bisherigen Opernhauses an der Dammtorstraße stellt die Freie und Hansestadt Hamburg die Weichen für einen architektonischen Neuanfang. Das Bestandsgebäude der Hamburgischen Staatsoper, welches im Jahr 1955 im nüchternen Stil der Nachkriegsmoderne errichtet worden war, soll durch ein neues Bauwerk ersetzt werden. Die Hamburgische Bürgerschaft hat hierzu im Jahr 2025 den Entwurf des renommierten Kopenhagener Architekturbüros BIG (Bjarke Ingels Group) für die Realisierung ausgewählt.
Die architektonische Konzeption des Kopenhagener Büros zeichnet sich durch einen unkonventionellen Ansatz aus. Das geplante Gebäude präsentiert sich nicht in traditioneller Manier, sondern ähnelt optisch einer künstlich geformten Landschaft. Vorgesehen ist ein markanter ovaler Baukörper, der künftig über eine rundum begehbare Dachlandschaft verfügen wird. Als Standort für dieses Vorhaben wurde das Baakenhöft bestimmt, eine exponierte Halbinsel innerhalb des Stadtteils HafenCity.
Fachplanerische Umsetzung und Nachhaltigkeitsziele
Mit der anspruchsvollen Generalfachplanung des Neubauvorhabens wurde die Werner Sobek AG betraut. Das Planungsunternehmen steht vor der zentralen Aufgabe, die komplexen gestalterischen und fachplanerischen Vorgaben des dänischen Architekturentwurfs mit den Erfordernissen eines zeitgemäßen, energieeffizienten Gebäudebetriebs in Einklang zu bringen. Als verbindliche Zielmarke wird hierbei eine Zertifizierung nach dem Nachhaltigkeitsstandard DGNB Gold angestrebt.
Die Aufgabenstellung des Generalfachplaners umfasst mehrere essenzielle Disziplinen, die für das Gelingen des Projekts auf der Halbinsel koordiniert werden müssen:
- —Die bautechnische Tragwerksplanung für den oval geformten Baukörper
- —Die physikalische Gebäudeplanung zur Gewährleistung des geforderten Betriebs
- —Die fachtechnische Klima- und Energieberatung für einen nachhaltigen Betrieb
- —Die übergeordnete Betreuung und Steuerung sämtlicher Nachhaltigkeitsanforderungen
Verantwortung für Tragwerk, Bauphysik und Energie
Die Werner Sobek AG betonte im Zuge der Auftragserteilung, sie sei stolz darauf, dieses außergewöhnliche Kulturprojekt maßgeblich mitzugestalten. Neben der klassischen Tragwerksplanung zeichnet das Unternehmen vollumfänglich für die Bauphysik, die Klima- und Energieberatung sowie das Themenfeld der Nachhaltigkeit verantwortlich — eine Bündelung von Kernkompetenzen, die für das ambitionierte Bauvorhaben in der Hamburger HafenCity entscheidend ist.














