Führungskräfte aus der gewerblichen Immobilienwirtschaft haben sich wiederholt für die praktische Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen in ihren Portfolios ausgesprochen, die über bloße gesellschaftliche Erwartungen hinausgehen. Die Notwendigkeit, diese Praktiken zu integrieren, wurde bei einem kürzlich abgehaltenen virtuellen Forum des Commercial Observer mit dem Titel „The Cutting-Edge Innovations Transforming Business“ erneut hervorgehoben.
Die Panelisten dieses Forums diskutierten, warum sie Nachhaltigkeit als eine fundierte finanzielle Entscheidung betrachten und wie sie Innovationen skalieren, um nicht nur den Mieteranforderungen gerecht zu werden, sondern auch langfristig Kosten zu sparen. Die Veranstaltung, die von Cathy Cunningham, Chefredakteurin des Commercial Observer, moderiert wurde, begann mit einem Panel mit dem Titel „From Policy to Portfolio Performance: How ESG Regulation is Reshaping Institutional Real Estate Investment“.
Dieses erste Panel, moderiert von Chuck Hurchalla von Evolution Sustainability Group, umfasste Dana Schneider vom Empire State Realty Trust, Jonathan Hong von Silverstein Properties, Sarah King von Kilroy Realty und Cope Willis von Greystar. Die zentrale Erkenntnis war, dass die politischen Rahmenbedingungen in verschiedenen Märkten uneinheitlich sind. Daher sei es ratsam, vorausschauend zu agieren und in die neuesten Technologien zu investieren, welche tendenziell auch die nachhaltigsten seien.
Inkonsistente Regelungen und vorausschauende Planung
Dana Schneider betonte, dass Investitionen in diese Bereiche sinnvoll seien, unabhängig von aktuellen Compliance-Anforderungen. Sie wies darauf hin, dass die Politik in den meisten Großstädten der USA und vielen Städten im Ausland inkonsistent sei, sogar zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU, und besonders in Amerika eine bundesweite Politik fehle. In Ermangelung einer klaren Regulierung konzentriere man sich auf die Lebenszyklen von Anlagen und wichtigen Geräten sowie auf eine langfristige Planung.
Das zweite Panel, „The Real Value of Sustainability: The Importance of ESG in Sourcing Capital & Driving Asset Valuations“, wurde von Elizabeth Redmond von R-Zero moderiert. Zu den Teilnehmern gehörten Ben Myers von BXP, Scott Thomsen von LuxWall, Lisa Brylowski von Brookfield Real Estate und Apaulo Malloy von KBS. Es wurde hervorgehoben, dass Vermieter, bevor Kapital zugewiesen und der Nettonutzen für ein Portfolio bewertet werden kann, mit der schrittweisen Einführung neuer Technologien beginnen sollten – zunächst in ein oder zwei Gebäuden.
Schrittweise Einführung und messbare Ergebnisse
Apaulo Malloy erläuterte, dass bei der Einführung eines neuen Energiemanagementsystems nicht nur Innovation im Vordergrund stehe, sondern auch eine Lernkurve zu berücksichtigen sei und ein zuverlässiger Partner für die Implementierung unerlässlich sei. Er bevorzuge die Erprobung in zwei unterschiedlichen Gebäudetypen: einem Hochleistungsgebäude und einem älteren, aber gut funktionierenden Objekt. Dies ermögliche die Gewissheit, dass die Lösung auch für alle dazwischenliegenden Gebäudetypen geeignet sei und so eine breitere Akzeptanz geschaffen werden könne.
Marc DeLuca von KBS schloss die Veranstaltung mit einem Kamingespräch ab, in dem er erörterte, wie Vermieter ihre Nachhaltigkeitsbemühungen sinnvoll beginnen sollten. Er riet dazu, sich nicht überfordern zu lassen und mit gezielten, messbaren Initiativen zu starten. Versuche, alles auf einmal umzusetzen, führten leicht zu Überforderung und Misserfolg. Die gewonnenen Daten solcher fokussierten Ansätze seien entscheidend und würden eine klare Erfolgsbilanz schaffen.
- —Inkonsistente politische Rahmenbedingungen erfordern vorausschauende, technologiebasierte Investitionen.
- —Nachhaltigkeitsinitiativen sollten zunächst kleinteilig und in ausgewählten Objekten pilotiert werden.
- —Messbare Ergebnisse von Pilotprojekten fördern die Akzeptanz und Skalierbarkeit von Nachhaltigkeitsstrategien.














