Charles Cohen kehrt mit Plänen zum Bau eines spekulativen Bürokomplexes in Dania Beach, Florida, in der Nähe des Hauptflughafens von Fort Lauderdale, zurück ins Geschäft. Die Firma des Milliardärs, Cohen Brothers Realty Corporation of Florida, initiiert das Projekt „Office Center of the Americas“ (OCOTA), eine Entwicklung mit zwei Gebäuden und insgesamt 400.000 Quadratfuß Bürofläche.
Das von Nichols Brosch Wurst Wolfe & Associates entworfene Projekt wird in zwei Phasen realisiert und soll etwa $350 Millionen kosten. Die beiden Gebäude werden jeweils 10 Stockwerke hoch sein und über ein angeschlossenes vierstöckiges Parkhaus verfügen. Sie befinden sich an der 1805 und 1815 Griffin Road, direkt gegenüber der Interstate 95, südlich des Fort Lauderdale-Hollywood International Airport. Cooper Horowitz ist für die Finanzierung der Baukosten zuständig. Ein Vertreter von Cohen lehnte eine Stellungnahme zum Zeitplan der Bauarbeiten ab.
OCOTA und die Vorgeschichte
Das OCOTA wird neben dem Design Center of the Americas (DCOTA) errichtet, einem Mischnutzungskomplex, den Cohen vor zwei Jahren infolge einer Zwangsvollstreckung an seinen ehemaligen Kreditgeber Fortress Investment Group verlor. Erst im vergangenen Monat erhielt der New Yorker Kreditgeber, nun Eigentümer, $45 Millionen zur Refinanzierung des 780.000 Quadratfuß großen Büro- und Designausstellungskomplexes.
Die Auseinandersetzung zwischen Fortress Investment Group und Cohen eskalierte, als der Kreditgeber auch persönliche Vermögenswerte des New Yorker Milliardärs beanspruchte, darunter ein Schloss und Weingut in Südfrankreich, eine 220-Fuß-Megayacht sowie eine Sammlung von Ferrari-Sportwagen. Im Juni gab Cohen bekannt, die volle Forderung beglichen zu haben.
Weitere spekulative Entwicklungen in Südflorida
Cohen hat außerdem Pläne für ein weiteres, 400.000 Quadratfuß großes Büroprojekt, diesmal in Downtown West Palm Beach, wiederbelebt. Im Juli beantragte der Entwickler die Genehmigungen, nachdem ein Zwangsvollstreckungsverfahren über ein $10 Millionen Darlehen, das mit dem 2,4 Hektar großen Grundstück verbunden war, beigelegt wurde, wie The Real Deal berichtete.
Cohen schließt sich damit anderen Entwicklern in Südflorida an, die spekulative Büroprojekte ohne bereits unterzeichnete Mietverträge starten. Dieser Ansatz gilt angesichts der durch die Pandemie verstärkten Verlagerung zu Remote-Arbeit als bemerkenswert. Im letzten Monat erhielt Gatsby Florida beispielsweise einen Baukredit über $119 Millionen für die Errichtung eines spekulativen, achtstöckigen Bürokomplexes in Palm Beach Gardens.














