Am westlichen Rand des Münchener Flughafens haben die Bauarbeiten für ein bedeutendes privatwirtschaftliches Veranstaltungsvorhaben begonnen. Bis zum Jahr 2029 errichtet die Bauherrin MUNICH ARENA Property GmbH einen weitläufigen Live-Entertainment-Campus, dessen Herzstück eine Konzertarena für bis zu rund 20.000 Besucher bildet. Das Gesamtvolumen des Projekts beläuft sich auf mehr als 400 Millionen Euro und wird vollständig ohne öffentliche Fördermittel realisiert.
Neben der eigentlichen Veranstaltungsstätte umfasst das Areal ein Musik-Hotel, einen sogenannten Mobility-Hub sowie parkähnliche Freianlagen. Die verkehrliche und technische Erschließung wird parallel vorangetrieben. Den ersten Spatenstich begleitete Lorenz Schmid, Managing Partner der MUNICH ARENA Property GmbH, im Beisein von Vertretern aus Politik und Wirtschaft, darunter Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Staatskanzleichef Dr. Florian Herrmann, Freisings Oberbürgermeisterin Monika Schwind, Landrätin Susanne Hoyer, Marek Lieberberg von Live Nation GSA sowie Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH.
Umfassende Gesamtsteuerung und digitale Planung
Die operative Steuerung des Großprojekts liegt bei der Drees & Sommer SE mit Hauptsitz in Stuttgart. Das Beratungsunternehmen verantwortet die Projektsteuerung, das Baumanagement sowie das BIM-Management von der Planungsphase bis zur Inbetriebnahme. Zudem begleitet das Team die verkehrlichen Erschließungsmaßnahmen, die technische Infrastruktur und das angestrebte Nachhaltigkeitszertifikat nach DGNB-Gold.
Laut Stefan Schweitzer, Associate Partner und Projektleiter bei Drees & Sommer, müssen die unterschiedlichen Teilbereiche wie Arena, Beherbergung, Mobilitätsknotenpunkt und Mediennetze zum selben Zeitpunkt betriebsbereit sein. Um die zahlreichen gegenseitigen Abhängigkeiten zu koordinieren und Schnittstellenkonflikte frühzeitig auszuschließen, arbeiten Architekten, Fachplaner und bauausführende Firmen in einem gemeinsamen digitalen Modell mittels Building Information Modeling (BIM).
Infrastruktur und nachhaltiges Energiekonzept
Der Betrieb des Unterhaltungsareals erfordert eine technische Versorgung in industrieller Größenordnung. Der Spitzenbedarf liegt bei rund 10 Megawatt elektrischer Leistung sowie etwa 4.000 Kilowatt Fernwärme. Hinter den Kulissen koordiniert Drees & Sommer daher die Anbindung an Strom, Fernwärme, Wasser, Abwasser und Glasfaser für den gesamten Standort.
- —Mehrere tausend Photovoltaikmodule auf den Dächern von Konzerthaus, Hotel und Mobility-Hub
- —Kopplung an die lokale Fernwärmeversorgung
- —Multimodales Verkehrskonzept für S-Bahn, Regionalverkehr, Busse, Pkw, Zweiräder und Taxis in Abstimmung mit der Flughafen München GmbH
- —Angestrebte Zertifizierung nach dem DGNB-Gold-Standard
Wie Geschäftsführer Lorenz Schmid betont, soll der Campus als Gesamtsystem funktionieren und internationale Maßstäbe setzen. Mit der termingerechten Verzahnung aller Hochbau- und Erschließungsgewerke wird nun das Fundament für eine der modernsten Veranstaltungsstätten Europas gelegt.














