Der Münchner Stadtrat hat einen wesentlichen Schritt zur Neugestaltung des Bildungscampus Westpark unternommen. Der Planungsausschuss fasste den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan mit Grünordnung Nr. 2207 sowie die Änderung des Flächennutzungsplans mit integrierter Landschaftsplanung. Diese Maßnahmen sind Teil der städtischen Schulbauoffensive und zielen auf eine umfassende Strukturierung und Modernisierung der bestehenden Bildungsinfrastruktur ab.
Das betreffende Areal umfasst eine Fläche von 14,75 Hektar. Es befindet sich geografisch zwischen der Autobahn A96, der Fürstenrieder Straße und dem Westpark. Derzeit beherbergt dieser Bereich vier Schulstandorte, eine Kindertageseinrichtung sowie das ehemalige Gelände der Landesgehörlosenschule an der Gerty-Spies-Straße. Die Initiative des Stadtrats sieht vor, das gesamte Gelände neu zu ordnen, bestehende Bildungseinrichtungen zu erweitern und teilweise instandzusetzen beziehungsweise umfassend zu sanieren.
Detaillierte Planungen für die Schulstandorte
Zur Sicherstellung der zukünftigen Schulversorgung auf dem Campus sind konkrete Baumaßnahmen vorgesehen. Im nördlichen Bereich, angrenzend an die Autobahn entlang der Gerty-Spies-Straße, ist ein fünfgeschossiger Neubau für das sechszügige Erasmus-Grasser-Gymnasium geplant. Als architektonischer Akzent und Auftakt des Schulgeländes an der Fürstenrieder Straße soll ein separates Sporthallengebäude entstehen, das zwei übereinanderliegende Dreifachsporthallen beherbergen wird.
Das denkmalgeschützte Gebäude des Erasmus-Grasser-Gymnasiums wird generalsaniert und zu einer fünfzügigen Realschule ausgebaut. Auch das denkmalgeschützte Ludwigsgymnasium erfährt eine Erweiterung um zwei Züge auf eine fünfzügige Kapazität. Die Bestandsgebäude des Ludwigsgymnasiums werden durch einen viergeschossigen Erweiterungsbau an der Fürstenrieder Straße ergänzt, um den erweiterten schulischen Anforderungen gerecht zu werden. Der südliche Campusbereich südlich der Andreas-Vöst-Straße wird ebenfalls neu strukturiert. Die zweizügige Grundschule soll nach dem Lernhauskonzept für den Ganztagsbetrieb ausgebaut werden, wobei die zugehörigen Sportflächen neu geordnet werden.
- —Neubau für Erasmus-Grasser-Gymnasium (sechszügig, fünf Geschosse)
- —Separate Sporthalle mit zwei Dreifachhallen an der Fürstenrieder Straße
- —Generalsanierung des Erasmus-Grasser-Gymnasiums zur fünfzügigen Realschule
- —Erweiterung des Ludwigsgymnasiums um zwei Züge mit viergeschossigem Anbau
Die Kindertageseinrichtung in der Gilmstraße 48 soll erweitert oder durch ein Haus für Kinder mit vier Kindergartengruppen und drei Kinderkrippengruppen ersetzt werden. Das derzeit auf zwei Standorte verteilte Förderzentrum München Mitte 3 wird im Zuge der Neukonzeption auf einem Schulgrundstück an der Droste-Hülshoff-Straße, nördlich der Autobahn, zusammengeführt. Diese Maßnahmen sind integraler Bestandteil der Bestrebungen, die Bildungslandschaft im Münchner Westen zukunftsorientiert zu gestalten.














