Im dritten Quartal 2026 erreichte der Münchener Bürovermietungsmarkt einen Flächenumsatz von rund 138.000 m². Dieser Wert bewegte sich annähernd auf dem Niveau des Vorjahresquartals, in dem 140.800 m² registriert wurden. Für die ersten neun Monate des Jahres 2026 kumulierte sich der Flächenumsatz auf etwa 467.200 m², was einem Anstieg von rund 16 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum entspricht. Matthias Hofmann, Head of Regional Branch Management Germany und Head of Office Agency München bei Cushman & Wakefield, stellte fest, dass die Marktaktivität im dritten Quartal weiterhin hoch war. Unternehmen würden ihren Flächenbedarf heutzutage genauer prüfen und Standortentscheidungen selektiver treffen, was zu einer breiten Nachfrage über verschiedene Flächengrößen hinweg führe.
Obwohl im dritten Quartal mehrere größere Vertragsabschlüsse verzeichnet wurden, prägten zahlreiche kleine und mittlere Anmietungen das Marktgeschehen maßgeblich. Besonders hervorzuheben ist, dass der Flächenumsatz der ersten neun Monate deutlich über dem Niveau des Vorjahres lag. Der Quartalsumsatz von 138.000 m² im dritten Quartal 2026 lag im langfristigen Vergleich rund 8 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt. Mit 190 Abschlüssen war die Marktaktivität jedoch höher als im Vorquartal, was die anhaltende Breite der Nachfrage im Münchener Bürovermietungsmarkt unterstreicht. Der geringere Flächenumsatz im Vergleich zum zweiten Quartal, das noch von großvolumigen Nutzerentscheidungen geprägt war, resultierte primär aus kleineren durchschnittlichen Abschlussgrößen.
Der überwiegende Anteil des Flächenumsatzes entfiel auf Vermietungen, die mit rund 127.000 m² über 90 Prozent des Gesamtvolumens ausmachten. Eigennutzer trugen rund 11.000 m² zum Quartalsergebnis bei und hielten sich damit weitgehend auf dem Niveau des Vorjahresquartals. Als größter Abschluss des dritten Quartals wurde die Erweiterung von Rohde & Schwarz in der Mühldorfstraße mit rund 8.500 m² registriert, welche eine Eigennutzertransaktion im Rahmen einer geplanten Standortentwicklung darstellte. Weitere signifikante Abschlüsse umfassten die Anmietung der Wirtschaftskanzlei Heuking mit rund 6.000 m² in der Maffeistraße 8, vermittelt durch Cushman & Wakefield, sowie die Anmietung von Greenpeak Partners in der Amalienstraße 33 mit rund 5.100 m².
Branchen und Teilmärkte: Ausgewogene Nachfrage
Für die ersten neun Monate des Jahres summierte sich der Flächenumsatz auf 467.200 m². Dieses Ergebnis liegt 16 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und 5 Prozent über dem Fünfjahresdurchschnitt, verbleibt jedoch 10 Prozent unter dem Zehnjahresdurchschnitt, was die robuste Nachfrage am Münchener Bürovermietungsmarkt bekräftigt. Der Sektor Industrie, Transport und Verkehr stellte mit 24 Prozent Anteil am gesamten Flächenumsatz die aktivste Nutzergruppe dar, gefolgt vom Technologie-, Medien- und Telekommunikationssektor (TMT) sowie Beratungsgesellschaften mit jeweils 17 Prozent Marktanteil. Unternehmen aus dem Finanz- und Versicherungssektor waren ebenfalls überdurchschnittlich aktiv und vereinten rund 11 Prozent des Flächenumsatzes auf sich. Diese Branchenverteilung belegt die breit aufgestellte Nachfragebasis im dritten Quartal.
Auf Teilmarktebene zeigte sich die Nachfrage im dritten Quartal differenzierter verteilt als im Vorquartal. Die Innenstadt Ost verzeichnete mit rund 22.500 m² beziehungsweise 16 Prozent des Flächenumsatzes den höchsten Umsatz, maßgeblich beeinflusst durch die Erweiterung von Rohde & Schwarz. Knapp dahinter folgte die Innenstadt West mit 21.800 m² und ebenfalls 16 Prozent Marktanteil, wo unter anderem die Anmietung der HMU Health and Medical University im Hopfenpost Palais über rund 3.400 m² zu den größeren Abschlüssen zählte. Weitere umsatzstarke Teilmärkte waren das Umland Nord mit 10 Prozent sowie die Innenstadt Nord, die Altstadt und das Stadtgebiet West Südwest, die jeweils rund 8 Prozent des Flächenumsatzes auf sich vereinten. Hofmann merkte an, dass sich die Nachfrage weiterhin auf etablierte und gut erreichbare Bürolagen konzentriert, während die Verteilung über mehrere Teilmärkte hinweg auf bedarfsorientierte Standortentscheidungen hindeutet.
Mietpreisentwicklung: Anhaltender Aufwärtstrend
Die Spitzenmiete setzte ihren Aufwärtstrend auch im dritten Quartal 2026 fort und erreichte 58,00 Euro/m²/Monat. Dies entspricht einem Anstieg von rund 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal (55,00 Euro/m²/Monat). Die Durchschnittsmiete entwickelte sich ebenfalls positiv und lag zum Ende des dritten Quartals bei 28,05 Euro/m²/Monat, was einen Anstieg von rund 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal (26,00 Euro/m²/Monat) darstellt. Die Mietentwicklung wird insbesondere durch die Nachfrage nach modernen und hochwertigen Büroflächen in zentralen sowie gut angebundenen Lagen getragen. Eine breitere Nachfrage über verschiedene Qualitätssegmente hinweg im dritten Quartal unterstreicht die zunehmende Differenzierung des Münchener Bürovermietungsmarktes.














